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Harry Potter

Harry James Potter (* 31. Juli), der Held der Geschichte, verliert seine Eltern im Alter von 15 Monaten durch den tödlichen Fluch „Avada Kedavra“, ausgeführt von Lord Voldemort, dem mächtigsten dunklen Zauberer aller Zeiten. Harry ist der erste bekannte Mensch, der diesen Fluch überlebt hat, da er durch die Liebe seiner Mutter geschützt wurde, die ihr Leben für Harry opferte. Der Fluch fällt auf Voldemort zurück und tötet ihn fast selbst, so dass er jahrelang physisch nicht mehr existiert und die Zaubererwelt vorerst von ihm befreit ist. Harry behält auf der Stirn eine blitzförmige Narbe. Durch diese Ereignisse wird Harry schon als Baby der berühmte „Junge, der überlebte“.

Harry erfährt bis zu seinem 11. Geburtstag nichts davon, denn er verbringt seine Kindheit bei der Familie seiner Tante Petunia Dursley im Londoner Vorort Little Whinging, Surrey. Die Dursleys sind nichtmagische Menschen (also Muggel), die alles Fremde und damit auch die Zaubererwelt ablehnen. Sie lügen ihm vor, dass seine Eltern bei einem Autounfall umgekommen sind und behandeln ihn ausgesprochen schlecht. Harry muss in einem schmutzigen kleinen Schrank unter der Treppe schlafen, Dudleys (sein Cousin) alte und viel zu große Kleidung tragen; und er hat keinen einzigen Freund.

Erst an seinem 11. Geburtstag erfährt er von Hagrid, dem Wildhüter von Hogwarts, die Wahrheit über sich, seine Eltern und die Zauberschule Hogwarts, in die er nach den Ferien gehen wird. Dort wird er vom Sprechenden Hut dem Haus Gryffindor zugeteilt. Hier lernt er seine besten Freunde Ron Weasley und Hermine Granger kennen, mit denen er von nun an seine Abenteuer erlebt. Durch Ron wird Harry mit dessen Familie, den Weasleys, bekannt, die Harry wie ihr eigenes Kind behandeln. Im sechsten Band verliebt er sich in Rons jüngere Schwester Ginny.

Als Hauptfigur der Romanserie hat Harry verschiedene Besitztümer, wie einen Rennbesen, die Karte des Rumtreibers, einen Tarnumhang, den er von seinem Vater geerbt hat, das von Sirius geerbte Haus am Grimmauldplatz und eine Schnee-Eule namens Hedwig.

Seit seinem ersten Schuljahr ist Harry Sucher im Quidditchteam seines Hauses, ab dem sechsten auch ihr Kapitän. Ende des zweiten Bandes erhält er mit Ron Weasley zusammen die "Auszeichnung für Besondere Verdienste um Hogwarts".

Harry ist ein Parselmund, das heißt, er spricht die Sprache der Schlangen. Normale Zauberer können diese nicht verstehen. Harry erhielt diese Fähigkeit, als Lord Voldemort ihn töten wollte und einige von seinen Kräften auf Harry übergingen.

Des Weiteren ist Harry einer der wenigen, die sich trauen, Lord Voldemort beim richtigen Namen zu nennen. Dies tut er nicht, weil er sich für besonders mutig hält, sondern weil er nie gelernt hat, „Du-weißt-schon-wer“ oder „Der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf“ zu sagen.

Harry hat die grünen Augen seiner Mutter, strubbeliges, rabenschwarzes Haar, das wie bei seinem Vater am Nacken absteht, knubbelige Knie und trägt eine Brille.

Harry Potter wird in den Filmen von Daniel Radcliffe dargestellt.

Ron Weasley

Ronald Bilius Weasley, genannt Ron, ist der beste Freund von Harry Potter und Hermine Granger. Wie diese gehört er in Hogwarts dem Haus Gryffindor an. Er wurde am 1. März als zweitjüngstes Kind von Arthur und Molly Weasley geboren. Ron stammt aus einer Großfamilie und hat fünf ältere Brüder (Bill, Charlie, Percy, Fred, George) und eine jüngere Schwester (Ginny). Mehr zu seiner Familie siehe unten.

Ron wird als groß und schlaksig, mit großen Händen und Füßen und einer langen Nase beschrieben. Wie alle Weasleys hat Ron rote Haare und viele Sommersprossen.

Ron trifft Harry vor dem Bahnsteig 9 3/4 und setzt sich im Hogwarts-Express neben ihn. Sie verstehen sich auf Anhieb. Zusammen mit Hermine, die sie anfangs gar nicht leiden können, bilden sie ein unzertrennliches Trio. Ron steht Harry immer hilfsbereit zur Seite. Nur im 4. Schuljahr streiten sie sich, da Ron eifersüchtig auf Harry ist, der immer im Rampenlicht steht. Trotz Ron und Hermines Freundschaft vergeht seit dem 3. Schuljahr kaum ein Tag, an dem sich die beiden nicht wegen irgendwelcher Kleinigkeiten streiten. Als Ron eifersüchtig auf Hermines Beziehung mit Viktor Krum reagiert, wird angedeutet, dass er in sie verliebt ist. Spätestens in seinem sechsten Schuljahr wird auch Ron nach einem Streit mit seiner Schwester klar, dass er sich in Hermine verliebt hat. In dieser Zeit fängt Ron aus purer Eifersucht ein Verhältnis mit Lavender Brown an. Nachdem Ron versehentlich vergiftet wurde und im Krankenflügel liegt, vertragen sich Ron und Hermine wieder. Etwas später macht Lavender mit Ron Schluss, worüber dieser äußerst erleichtert ist, da er von der Beziehung genervt war. Ron und Hermine kommen sich am Ende des 6. Schuljahres näher, es wird allerdings nicht geklärt, ob die beiden schon jetzt ein Paar sind.

Ron leidet darunter, dass er in jeder Hinsicht im Schatten seiner älteren Brüder steht. Alles haben sie schon erreicht, waren Quidditch-Kapitän, Schulsprecher und sehr gute Schüler. Ron muss auch viele ihrer alten Sachen tragen bzw. benutzen, seien es Besen, Kleidung oder Haustiere (Krätze), denn seine Familie hat nicht genug Geld, um jedem der zahlreichen Kinder komplett neue Ausstattungen zu finanzieren. Seit dem Ende des 3. Bandes hat er eine kleine Eule, namens Pigwidgeon, die ihm Sirius Black als Ersatz für Krätze geschenkt hat.

Ron ist ein sehr guter Schachspieler, was er am Ende des ersten Bandes unter Beweis stellt. Er ist auch ein sehr guter Quidditch-Spieler, hat aber Probleme mit den Nerven. Im 5. Schuljahr wird er Hüter des Gryffindor-Quidditch-Teams. Außerdem wird er zusammen mit Hermine zum Vertrauensschüler von Gryffindor ernannt. Ron hat furchtbare Angst vor Spinnen, weil sein Bruder Fred seinen Teddy in eine Spinne verwandelte, als Ron drei Jahre alt war.

Ron Weasley wird in den Filmen von Rupert Grint dargestellt.

Hermine Granger

Hermine Jane Granger (im Original: Hermione) ist die beste Freundin von Harry und Ron und hat am 19. September Geburtstag. Da sie aus einer Muggel-Familie stammt und ihre Eltern Zahnärzte sind, muss sie sich von Draco Malfoy oft die Beleidigung „Schlammblut“ anhören. In den Büchern wird sie als eine Person mit braunem, buschigem Haar und braunen Augen beschrieben. Bis zu einer (magischen) Verkleinerung im vierten Buch, hat sie auffällig große Vorderzähne. Sie ist sehr klug und kann ihren Freunden mit ihrem Wissen über die Magie oft bei Problemen helfen, geht ihnen damit aber auch auf die Nerven. Allerdings ist Hermine, trotz ihrer Intelligenz, ein eher unsicherer Mensch. Sie hat große Angst zu versagen.

Hermine ist fest entschlossen, alle Hauselfen, und besonders die in Hogwarts, aus ihrer „Sklaverei“ zu befreien (ob sie es wollen oder nicht). Zu diesem Zweck gründet sie im vierten Jahr „B.ELFE.R.“ (Bund für ELFEnRechte), im Original „S.P.E.W.“ (Society for the Promotion of Elfish Welfare) und beginnt im fünften Jahr sogar, Hüte, Mützen und Socken für die Elfen zu stricken und diese im Gryffindor-Gemeinschaftsraum zu verstecken. Elfen, die sie aufheben, würden damit „zwangsbefreit“, da man einen Hauselfen befreit, indem man ihm Kleidung schenkt. Die Hauselfen reagieren jedoch, laut Dobby, tödlich beleidigt auf diese für sie hinterhältige Art, sodass der befreite Hauself Dobby schließlich gezwungen ist, im Gryffindor-Gemeinschaftsraum alleine sauber zu machen und dabei alle Sachen an sich nimmt.

Im dritten Jahr besitzt Hermine einen „Zeitumkehrer“, weil sie so viele Fächer belegt hat, dass sie an manchen Orten gleichzeitig sein muss. Mit diesem Umkehrer kann man durch die Zeit reisen. Den Zeitumkehrer gibt sie nach dem dritten Schuljahr wieder ab und kehrt zu einem normalen Stundenplan zurück, weil selbst eine Musterschülerin wie sie mit so vielen Fächern überfordert war.

Im fünften Jahr wird Hermine zusammen mit Ron Weasley zur Gryffindor-Vertrauensschülerin ernannt.

Hermine besitzt einen rötlichen Kater mit eingedelltem Gesicht, der zur Hälfte ein Kniesel ist. Er heißt Krummbein – auf Englisch Crookshanks.

Wie bereits in den vorherigen Büchern angedeutet, wird im Verlaufe der Handlung des sechsten Buches offenkundig, dass sich Hermine in Ron Weasley verliebt hat. Sie reagiert sehr eifersüchtig auf Rons Beziehung zu Lavender und spricht einige Monate nicht mit ihm. Ron scheint ihre Gefühle zu erwidern.

Den Originalnamen Hermione ((/hə.maɪ.ə.niː/) entlehnte Joanne K. Rowling Shakespeares Werk Ein Wintermärchen. Im Buch Harry Potter und der Feuerkelch erklärt Rowling die richtige Aussprache, in dem sie Hermine ihren Namen langsam Viktor Krum vorsprechen lässt: „Her-my-oh-nee“. Der Name ist im Angelsächsischen recht selten, aber nicht völlig ungebräuchlich.

Hermine Granger wird in den Filmen von Emma Watson gespielt.

Lehrer und Schulbedienstete auf Hogwarts


Albus Dumbledore

AlbusWulfric Brian Dumbledore ist der Direktor der Zauberschule Hogwarts. Als mächtigster Zauberer der Gegenwart trägt Dumbledore eine Reihe von Ehrentiteln, wie den Orden des Merlin (1. Klasse), Supreme Mugwump, sowie Chief Warlock. Seine Erscheinung ist die eines humorvollen, alten Zauberers mit langem silbernem Haar und Bart, die ihm bis zum Gürtel reichen. Besonders ungewöhnlich ist seine Narbe über dem linken Knie, die die Form des Plans der Londoner U-Bahn hat.

Dumbledore entschied nach dem Tod von Harrys Eltern, ihn zu seiner Tante und seinem Onkel zu geben (die letzten noch lebenden Verwandten), damit diese ihn aufziehen. Er ist ein guter Freund und weiser Ratgeber Harry Potters. Er ist humorvoll, hat seinen heimlichen Spaß an den Streichen und Respektlosigkeiten seiner Schüler und isst gerne Süßigkeiten (vor allem Zitronendrops), die er auch Kollegen und Schülern jederzeit anbietet. Zu seinen Hobbys zählen Kammermusik und Bowling.

Dumbledore genießt das Ansehen des „mächtigsten Magiers“ der Gegenwart in der Zauberwelt, was er auch in einigen Harry-Potter-Büchern beweist. Zu seinem größten Erfolg zählt 1945 der Triumph über den Schwarzen Magier Grindelwald, einen Vorgänger Lord Voldemorts. Dumbledore ist einer der wenigen, die sich trauen Lord Voldemort beim Namen zu nennen. Seiner Ansicht nach steigert die Angst vor einem Namen nur die Angst vor der Sache selbst.

Dumbledore bemerkte schon als er auf Hogwarts noch Verwandlung unterrichtete, dass mit Tom Riddle (Lord Voldemort) etwas nicht stimmte und beschloss, ihn im Auge zu behalten. Seine Informationen gibt er später an Harry weiter, um ihn für seinen Kampf gegen Voldemort zu rüsten.

Dumbledore wird in Band 6 von Severus Snape mit dem 'Avada Kedavra'-Fluch ermordet. Sein Tod lässt Spekulationen zu, unter anderem, dass mit dem Mord an ihm Snape als Doppelagent gedeckt werden soll, da diese Aufgabe Dumbledore wichtiger erscheint als das eigene Leben. Eine weitere Theorie besagt, dass eine von Voldemort zubereitete Flüssigkeit, die Dumbledore im Verlauf des 6. Bandes trinkt, eine langsame Lähmung verursacht. Dumbledore zieht möglicherweise den schnellen Tod durch Snapes Fluch einem grauenvollen Ende durch die Vergiftung vor. Nach Dumbledores Tod erscheint automatisch ein Portrait von ihm im Zimmer des Schulleiters.

Dumbledore hat den Orden des Phönix gegründet und ist dessen Geheimniswahrer. Er besitzt einen Phönix (Fawkes) und sein Patronus nimmt die Gestalt eines Phönix an.

Dumbledore hat noch einen Bruder namens Aberforth (eigentlich ein Ortsname, der „Furt am Zusammenfluss zweier Flüsse“ bedeutet), der wegen Zaubertricks zu Lasten einer Ziege bestraft wurde und vermutlich nicht lesen kann.

Albus Dumbledore wird in den ersten beiden Filmen von Richard Harris dargestellt, nach dessen Tod seit dem dritten Film von Michael Gambon.

Minerva McGonagall

Minerva McGonagall stammt aus Schottland. Sie ist die Lehrerin für Verwandlung und die Hauslehrerin von Gryffindor. Sie ist zwar streng, aber gerecht, und hat einen starken Charakter. Als Animagus (Mehrzahl von Animagus ist Animagi) ist sie in der Lage, sich in eine Katze zu verwandeln. Ihr Erkennungszeichen als Katze ist die Fellzeichnung um die Augen, die dieselbe quadratische Form wie ihre Brillengläser hat. Sie ist bis zu Dumbledores Tod die stellvertretende und danach die kommissarische Schulleiterin (das Schulgremium hat bis zum Ende des 6. Bandes noch nicht über Dumbledores Nachfolge entschieden). Sie ist auch Mitglied des Phönixordens.

Minerva (griechisch: Athene) ist in der römischen Mythologie die Göttin der Weisheit und der Künste und die Beschützerin der Lehrer.

Minerva McGonagall wird in den Filmen von Dame Maggie Smith gespielt.

Severus Snape

Severus Snape ist der Hauslehrer von Slytherin und Lehrer für Zaubertränke. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis in Hogwarts, dass er am liebsten Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten würde, was ihm Professor Dumbledore jedoch jahrelang, scheinbar grundlos, verwehrt. Außerdem hat er sich den Namen "Meister der Zaubertränke" verdient. Seine Gemächer und Unterrichtsräume befinden sich in den "Kerkern" von Hogwarts, was seine dunkle Aura noch stärker erscheinen lässt. Snape ging gemeinsam mit James Potter, Remus Lupin, Sirius Black und Peter Pettigrew nach Hogwarts und lebte dort mit ihnen in offener Feindschaft. Snape wurde oft Opfer von den, meist sehr rüden, Streichen von Black und Potter. Er überträgt seine Feindschaft mit James bereits bei der ersten Begegnung auf dessen Sohn Harry und kann sich bis zum Ende des 6. Bandes nicht darüber hinwegsetzen. Als Hauslehrer von Slytherin schikaniert er vor allem Harry und seine Mitschüler aus Gryffindor und behandelt sein eigenes Haus bevorzugt. Besonders Neville Longbottom lebt in ständiger Angst vor Snape.

Schon während der Schulzeit interessierte sich Snape für die dunkle Magie. Als Schüler in dem Hause Slytherin wurde ihm der Weg zum Anhänger von Lord Voldemort eröffnet, dem er sich später auch anschloss. Er spionierte für Lord Voldemort die Prophezeiung von Sibyll Trelawney aus, die zur Ermordung von Harrys Eltern führte. Schon kurz nachdem er die Prophezeiung an den Dunklen Lord veraten hat, kehrte Snape nach Hogwarts zurück und zeigte Reue. Dumbledore glaubte ihm und stellte ihn als Lehrer ein. Von anderen wird jedoch immer wieder bezweifelt, dass Snape tatsächlich zur guten Seite übergelaufen ist. Bereits im ersten Band verdächtigt Harry ihn, den Stein der Weisen stehlen zu wollen. Diese und andere Verdächtigungen gegen Snape stellen sich jedoch als falsch heraus.

Im 5. Band nutzt Snape seine Vergangenheit als Todesser und spioniert als Agent für den Phönix-Orden. Außerdem unterrichtet er Harry in Okklumentik (Verschließen des Geistes). Dies ist aber erfolglos, da Harry im Gegenteil befürchtet, dass Snapes Unterricht seinen Geist noch weiter für Lord Voldemort öffnet. Der Unterricht endet im Fiasko, als Harry in Snapes in einem Denkarium abgelegte Gedanken eindringt und unter anderem erfährt, wie Snape als Schüler von seinem Vater James mit magischem Mitteln gedemütigt, aber von seiner Mutter Lily verteidigt wurde.

Schließlich erhält Snape im 6. Band doch noch die lang ersehnte Stelle als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Gleichzeitig wird Harry zu einem Musterschüler im Fach Zaubertränke beim neuen Lehrer Slughorn, weil ihm ein altes, mit wertvollen Hinweisen vollgeschriebenes Schulbuch des „Halbblutprinzen“ in die Hände gerät. Wie sich herausstellt ist das Buch von Snape, der sich als Sohn der Hexe Eileen Prince und des Muggels Tobias Snape diesen Namen gab.

Aber es gibt auch das erste deutliche Anzeichen, dass Snape tatsächlich noch ein Anhänger Lord Voldemorts sein könnte: Am Anfang des 6. Bandes stattet Narzissa Malfoy und ihre Schwester Bellatrix Lestrange ihm einem Besuch in seinem Haus in Spinner's End ab. Als ihm Bellatrix offenkundig klar macht, dass sie seine Loyalität gegenüber dem Dunklen Lord anzweifelt, rattert er in ungewohnter "Plauderstimmung" alle Erklärungen für alle Taten und Verhaltensweisen, die darauf schließen lassen könnten, er seie auf Dumbledores Seite, herunter, um ihre Behauptungen zu widerlegen. Erst mit dem unbrechbaren Schwur mit Narzissa Malfoy in dem er ihr verspricht, ihrem Sohn Draco zu helfen, der von Lord Voldemort den Auftrag erhielt, Dumbledore zu töten, scheint er Bellatrix von seiner Loyalität zu überzeugen. Tatsächlich bringt Draco es beim Kampf im Astronomieturm nicht über sich, den Todesfluch auszusprechen. Snape stößt ihn beiseite und tötet Dumbledore mit dem Fluch Avada Kedavra. Anschließend gelingt es ihm, aus Hogwarts zu fliehen.

Severus Snape wird in den Filmen von Alan Rickman verkörpert.

Quirin Quirrell

In Harrys erstem Schuljahr ist Professor Quirrell Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Er wirkt ängstlich und hat anscheinend keinerlei Selbstvertrauen. (Sein Name reimt sich auf squirrel Eichhörnchen. Es könnte vom englischen „quarrel“ abgeleitet sein oder vom französischen „querelle“, beide bedeuten „Streit“.) Sein Vorname „Quirin“ kommt von dem lateinischen „Quirinus“, einem Beinamen des altrömischen Gotts Ianus, der zwei Gesichter gehabt haben soll.

Versteckt unter dem Turban, den er ständig trägt, befindet sich an seinem Hinterkopf das Gesicht von Lord Voldemort, der sich mit Quirrell den Körper teilt. Er steht durch einen Fluch unter der Macht von Lord Voldemort und versucht Harry beim Kampf um den Stein der Weisen zu töten. Da Harry aber immer noch durch die Liebe seiner Mutter geschützt wird, die schon damals Lord Voldemort seine Macht geraubt hat, kann er Harry nicht berühren und hat furchtbare Schmerzen, als Harry die Hände auf sein Gesicht presst. Harrys Berührung fügt seinem Körper einen solchen Schaden zu, dass Voldemort seine Niederlage erkennt, flüchtet und Quirrell dem Tod überlässt.

Quirin Quirrell wird im ersten Film von Ian Hart gespielt.

Gilderoy Lockhart

Gilderoy Lockhart löst in Harrys zweitem Schuljahr Prof. Quirrell als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ab. Sein Vorname „Gilderoy“ ist der Name eines schottischen Räubers, der gut aussah, jedoch am Galgen endete. Lockhart ist eine Stadt in Australien, nahe von Wagga Wagga, wo Lockhart angeblich einen Werwolf niederrang. Er schreibt ein Buch nach dem anderen über seine eigenen Heldentaten und prahlt damit überall herum, wobei er sich nur zu gerne von der Presse fotografieren lässt. In Wirklichkeit jedoch besitzt er im Grunde genommen kein Wissen über die dunklen Künste: Am Ende des Buches muss er vor Harry und Ron zugeben, dass er gar nicht der Held ist, der er vorgibt zu sein, sondern andere Helden durch Gedächtniszauber manipuliert hat und ihre Taten als seine ausgibt. Als er versucht, mit Rons kaputtem Zauberstab einen Gedächtniszauber gegen die beiden auszuüben, geht dieser nach hinten los und Gilderoy verliert selbst sein Gedächtnis. Fortan musste er im St.-Mungo-Hospital für magische Krankheiten und Verletzungen behandelt werden, wo ihn Harry, Ron und Hermine im fünften Buch zufällig treffen.

Gilderoy Lockhart wird im zweiten Film von Kenneth Branagh dargestellt.

Remus Lupin

Remus John Lupin ist der Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste in Harrys drittem Schuljahr.

Lupin wurde als Kind von dem Werwolf Fenrir Greyback gebissen und ist seitdem gezwungen, sich jeden Monat selbst in einen Werwolf zu verwandeln. Sein Schulbesuch schien deshalb zuerst unmöglich, aber Dumbledore fand eine Lösung: Bei Vollmond zog Lupin sich über einen Tunnel in eine Hütte zurück, die seitdem die heulende Hütte heißt. Über den Tunnel pflanzte man die Peitschende Weide, um Verfolger abzuhalten. In Hogwarts konnte Lupin deshalb die ersten Freundschaften seines Lebens schließen, mit James Potter, Sirius Black und Peter Pettigrew. Als seine Freunde von seinem Geheimnis erfuhren, wurden sie ihm zuliebe zu nicht registrierten Animagi, um ihm bei seinen Verwandlungen beistehen zu können: James wird zum Hirsch, sein Spitzname ist deshalb „Krone“ (engl. prongs), Sirius zum Hund („Tatze“, engl. Padfoot) und Peter zur Ratte („Wurmschwanz“, engl. Wormtail). Zusammen mit Lupin schreiben sie die Karte des Rumtreibers (engl. Marauders’ Map), die Harry im dritten Jahr von Fred und George Weasley geschenkt bekommt. In seinem 5. Schuljahr wurde er zusammen mit Lily Evans zum Vertrauensschüler ernannt, vermutlich um Sirius und James etwas unter Kontrolle zu bekommen.

Als Lehrer ist Lupin bei den Schülern außerordentlich beliebt. Er hilft Harry, sich gegen die Dementoren zu verteidigen, in dem er ihm den Patronus-Zauber beibringt. Nach nur einem Jahr kündigt er aber freiwillig, da im Verlauf der Ereignisse, wie auch durch Snape, der sein Geheimnis verrät, offenbar wird, dass er ein Werwolf ist. Lupin arbeitet für den Phönix-Orden. Es ist seine Aufgabe, die Werwölfe, unter ihnen auch Fenrir Greyback, zu überwachen und sie davon zu überzeugen, sich nicht Voldemort, sondern Dumbledore anzuschließen. Zu dieser Zeit geht es ihm schlechter als je zuvor, er zieht sich zunächst auch von Tonks zurück, die sich in ihn verliebt hat. Bei Dumbledores Beerdigung erscheinen die beiden erstmals als Paar, zumindest sitzen sie händchenhaltend zusammen.

Remus Lupin wird im dritten und fünften Film gespielt von David Thewlis.

Alastor „Mad-Eye“ Moody

„Moody“ bedeutet soviel wie unausgeglichen, übellaunig, trübsinnig aber auch tapfer, stur, überheblich. „Alastor“ ist ein unermüdlicher Rachegeist.

Moody war zu seiner Zeit der beste Auror des Zaubereiministeriums, der sein halbes Leben mit der Jagd auf schwarze Magier verbracht hat und versessen auf das Aufdecken von Verschwörungen ist. Da er aber oft nicht nachweisen konnte, dass dunkle Mächte am Werk sind, ist seine Glaubwürdigkeit ziemlich angeknackst. Alastor hat eines seiner Augen verloren und trägt statt dessen eine magische Prothese. Mit diesem magischen, tiefblauen Auge kann er nach hinten, durch Gegenstände (auch durch seinen eigenen Kopf) hindurch und sogar unter Tarnumhänge sehen.

Dumbledore engagiert Moody vor Beginn des vierten Schuljahres als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Doch bevor Moody seine Stelle antreten kann, wird er von Barty Crouch jr. bei sich zu Hause überfallen und unter den Imperius-Fluch gestellt. Mit Hilfe des Vielsaft-Trankes verwandelt sich Crouch in sein Opfer und tritt die Stelle als Lehrer an. Fast das gesamte Schuljahr muss der echte Moody in seinem magischen Koffer verbringen, aus dem er von Dumbledore befreit wird.

Crouch machte es sich zu Nutze, dass Moody stets aus seinem Flachmann trinkt und befüllt diesen mit dem Vielsaft-Trank, der stündlich genommen werden und für den der echte Moody einen Großteil seiner Haare opfern muss.

In den Sommerferien danach lernt Harry den wahren Alastor Moody kennen, der durch seine Gefangenschaft noch schreckhafter ist als der, den Crouch das ganze vierte Schuljahr über gespielt hat.

Außerdem erfahren wir im 5. Buch, dass er im Orden des Phönix ist und auch schon das erste Mal dabei war. Er zeigt Harry eine Fotografie der Gründungsmitglieder des Ordens, von denen schon fast die Hälfte tot oder, im Fall von Wurmschwanz, übergelaufen ist.

Alastor Moody wird im vierten und fünften Film von Brendan Gleeson verkörpert.

Dolores Umbridge

Dolores Jane Umbridge tritt erstmals in Band 5 auf. In diesem Jahr wird sie zu einer der Schlüsselfiguren in Hogwarts.

Dolores bedeutet „Schmerzen“; Jane ist ein abwertender Ausdruck für eine Frau und umbrage – Aussprache genau wie „Umbridge“ – bedeutet „Ärgernis“. Diese Andeutungen der Autorin treffen zum Teil auf den Charakter Umbridges zu: Mehrfach wird beschrieben, dass sie Spaß daran hat, andere Menschen leiden zu sehen.

Sie wird von Harry mit einer Kröte verglichen, wegen ihres breiten, schlaffen Mundes und der unvorteilhaften Kleidung. Sie redet mit hoher, mädchenhafter Stimme, die nicht zu ihr passt.

In Band 5 muss sich Dumbledore bei der Besetzung des Verteidigungslehrers dem Zaubereiministerium beugen und eine Vertraute des Ministers, die Erste Untersekretärin Dolores Jane Umbridge einstellen. Umbridge leugnet die Rückkehr Voldemorts und schätzt die Verteidigung gegen die dunklen Künste entsprechend als unwichtig ein. Ihr stets theoretischer Unterricht besteht größtenteils darin, die Schüler nur das Lehrbuch lesen zu lassen. Der Zaubereiminister Cornelius Fudge besetzte die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste mit Umbridge, um das angeblich „sinkende Niveau“ Hogwarts' zu bekämpfen und um sicherzustellen, dass es Dumbledore unmöglich gemacht wird, eine private Armee gegen das Ministerium aufzubauen, was Fudge befürchtet. Schließlich schwingt sich Umbridge zur Großinquisitorin von Hogwarts auf, um den Einfluss des Zaubereiministeriums auf die Schule zu erhöhen und sichert sich in der Schule damit nahezu unumschränkte Macht. Später wird sie sogar Schulleiterin von Hogwarts, allerdings nur für kurze Zeit. Ihre Zeit als Schulleiterin ist geprägt von verdeckten und offenen Feindseligkeiten ihr gegenüber, hauptsächlich von Seiten der Weasley-Zwillinge George und Fred, aber auch von anderen Schülern und sogar der Lehrerschaft. Ihr zur Seite stehen dabei der Hausmeister von Hogwarts, Argus Filch, der schon im ersten Buch liebend gerne Auspeitschungen und andere schmerzhafte Strafen für die Schüler wieder einführen würde, und eine Hilfstruppe von Schülern des Hauses Slytherin, darunter auch Draco Malfoy. Sie genehmigt Filch die Auspeitschung von Fred und George Weasley, nachdem diese einen Korridor in einen Sumpf verwandelt haben. Bevor es jedoch dazu kommen kann, verlassen Fred und George die Schule für immer auf ihren Besen. Umbridge will außerdem einmal Harry dem Cruciatus-Fluch aussetzen, um Informationen von ihm zu erhalten, wovon sie jedoch auch abgehalten wird.

Umbridge war seit dem Antritt ihrer Stelle in Hogwarts bei den Lehrern und den meisten Schülern gleichermaßen unbeliebt. Sie lässt Harry öfter Strafarbeiten schreiben, weil er erzählt, Voldemort sei zurückgekehrt und hätte wieder seine alte Macht. Er muss den Satz „Ich soll keine Lügen erzählen!“ immer und immer wieder mit seinem eigenem Blut schreiben, bis er schließlich so tief in Harrys Haut eingeritzt ist, dass feine weiße Narben zurückbleiben. Umbridge überwacht als Großinquisitorin von Hogwarts alle Nachrichtenwege von und zur Schule und erwischt so beinahe Sirius, als dieser mit Harry Kontakt aufnimmt. Da Umbridge große Abneigung gegen (nach ihrer Meinung) so genannte „Halbmenschen“ hegt, kündigt sie Hagrid, dessen Mutter eine Riesin war, der daraufhin Hogwarts verlässt. Außerdem entlässt sie Professor Trelawney, vor den Augen der versammelten Schule, während diese auf dem Boden liegt und weint, wobei Umbridge stetig lächelt und sich an ihrem Leiden erfreut. Als sie jedoch am Ende des fünften Bandes Harry und Hermine zwingt, ihr eine versteckte Waffe zu zeigen, mit der Dumbledore angeblich das Zaubereiministerium übernehmen will, lockt Hermine sie in den verbotenen Wald, wo die drei, wie erhofft, auf die Zentauren treffen. Harry und Hermine können fliehen, während Umbridge von den Zentauren verschleppt wird.

Schließlich, nachdem kurz darauf Voldemorts Rückkehr öffentlich von Fudge eingestanden wurde und Dumbledore wieder nach Hogwarts zurückkehren kann, wird sie befreit. Sie bleibt jedoch in einer Art Wachschlaf und schreckt nur auf, wenn jemand mit der Zunge schnalzt. Zum Schuljahresende verlässt sie unter etlichen Buhrufen und Schmähungen seitens der Schüler, der Lehrerschaft und des Poltergeistes Peeves Hogwarts. Später erfährt man, dass sie diejenige war, die am Anfang des fünften Bandes die Dementoren zu Harry nach Little Whinging geschickt hatte, um zu verhindern, dass er weiter „solche Lügen“ über die Rückkehr Voldemorts verbreitet.

In Band 6 erfährt der Leser, dass Dolores Umbridge inzwischen wieder im Ministerium arbeitet, die genauen Umstände und Hintergründe ihrer Rückkehr bleiben aber unklar, sie scheint auch keine große Rolle mehr für den Fortgang der Geschichte zu spielen, auch wenn J.K. Rowling veröffentlicht hat, dass sie in Band 7 vorkommt.

Bei Dumbledores Beerdigung taucht sie noch einmal auf. An der „fadenscheinigen Miene“ kann man erkennen, dass sie offensichtlich nicht traurig über seinen Tod ist.

Dolores Umbridge wird im fünften Film von Imelda Staunton gespielt.

Filius Flitwick

Filius Flitwick ist der Lehrer für Zauberkunst und Hauslehrer von Ravenclaw. Er hat Kobolde in seinem Stammbaum und ist deshalb ungewöhnlich klein. Während des Unterrichts steht er auf einem Stapel Bücher hinter seinem Pult, um überhaupt darüber hinwegsehen zu können. Als er im sechsten Band beim Eindringen der Todesser Snape zur Hilfe holen will, wird er von diesem mit einem Schockzauber außer Gefecht gesetzt.

Filius Flitwick wird in den Filmen von dem kleinwüchsigen Warwick Davis gespielt.

Wilhelmina Raue-Pritsche

Wilhelmina Raue-Pritsche ist die stellvertretende Lehrerin für Pflege magischer Geschöpfe. Im Gegensatz zu Rubeus Hagrid ist ihr Unterricht von Sachlichkeit, Bedacht auf Gefahrlosigkeit für ihre Schüler und strikter Einhaltung des Lehrplans geprägt. Diese unspektakuläre Art zu unterrichten findet freilich bei Hermine Granger sowie den meisten Schülern Slytherins und Gryffindors Anklang, die noch nie viel für Hagrid übrig hatten. Natürlich hält Hermine durch Harry und Ron treu zu Hagrids Unterricht.

Sie wird im fünften Film von Apple Brook verkörpert.

Sibyll Trelawney

Sibyll Patricia Trelawney unterrichtet Wahrsagen und sagt gleich in der ersten Stunde des dritten Schuljahres Harrys baldigen Tod voraus. Obwohl sie die Ururenkelin der berühmten Seherin Cassandra Trelawney ist, hat sie allerdings in ihrem ganzen Leben erst zwei Vorhersagen getroffen (beide in Trance und damit, ohne dass sie sich daran erinnern könnte), die sich später bewahrheitet haben: die eine vor Harrys Geburt über den Sturz Lord Voldemorts, die andere in Harrys dritten Schuljahr über Voldemorts Rückkehr. Zwischendurch hat sie noch ein paar 'Zufallstreffer', im dritten Band sagt sie, jemand ginge um Ostern herum für immer von ihnen (ihrer Klasse), und tatsächlich geht zu Ostern Hermine, weil sie angibt, Trelawney für eine "ausgemachte alte Schwindlerin" zu halten. Lavender und Parvati sind ihr im Gegenteil treu ergeben, haben aber auch nichts dagegen, den Unterricht bei einem muskulösen, hübschen Zentauren (Firenze) im 5. Buch zu haben.

Im 5. Band wird Sibyll Trelawney von Dolores Umbridge aus ihrem Lehramt in Hogwarts entlassen. Der neue Wahrsagelehrer ist Firenze, ein Zentaur, der von seiner Herde im Verbotenen Wald ausgeschlossen wurde. In Band 6 erhält Trelawney von Dumbledore ihre Stelle zurück, muss sich aber den Unterricht mit Firenze teilen, was nicht unbedingt von ihr begrüßt wird. Seit ihren Problemen mit Umbridge ist sie dem Sherry etwas zu sehr zugetan.

Ihr Vorname bezieht sich auf die sagenhaften Priesterinnen (genannt Sibylle) im Apollon-Orakel in Delphi, die in der Antike sibyllinische – also unklare – Voraussagen machten. Über den Nachnamen Trelawney könnte J.K. Rowling in der Londoner National Portrait Gallery gestolpert sein: dort hängt in Raum 31 ein Ölportrait des 1875 geborenen englischen Okkultisten Aleister Crowley, der sich selbst als Hexer und Hellseher betrachtete und den Geheimbund Golden Dawn leitete. In der Bildbeschreibung wird erwähnt, dass Crowley als Vorlage für eine Romanfigur namens Dr. Trelawney diente (Anthony Powells: "The Kindly Ones";Little, Brown and Company, Boston 1962).

Sibyll Trelawney wird im dritten und fünften Film von Emma Thompson dargestellt.

Rubeus Hagrid

Rubeus Hagrid ist ein Halbriese (Hagrids Vater war ein Mensch, seine Mutter eine Riesin), der fast doppelt so groß wie ein normaler Mensch ist. Er arbeitet in Hogwarts als Wildhüter, ist auch für die Pflege der Außenanlagen von Hogwarts zuständig und ist ab Harrys drittem Schuljahr Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe.

Hagrid hat eine Vorliebe für wilde und gefährliche Tiere. Er hält viele gefährliche Tiere für harmlos, weil er aufgrund seiner Körpergröße und Kraft mit ihnen umgehen kann. Deshalb sieht er keine Gefahr darin, Drachen oder Spinnen in der Größe von Elefanten zu züchten, obwohl dies streng verboten ist. Aufgrund dessen wurde er mehrmals unschuldig verdächtigt, auch für andere Vergehen verantwortlich zu sein. So soll er in seinem 3. Schuljahr die Kammer des Schreckens geöffnet haben und wurde daher von der Schule verwiesen und mit einem Zauberverbot belegt (dem er sich jedoch auch heimlich widersetzt). Auch während seiner Lehrertätigkeit wurde er mehrfach suspendiert und kurzzeitig auch in Askaban inhaftiert.

Im dritten Band (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) versucht Draco Malfoy, ihm aus dieser Vorliebe für gefährliche Geschöpfe einen Strick zu drehen: In der ersten Unterrichtsstunde Hagrids wird Malfoy wegen Beleidigung eines Wesens (Hippogreif) von diesem angegriffen und erreicht beinahe die Entlassung des neuen Lehrers für magische Geschöpfe und außerdem die Hinrichtung des Hippogreifs.

In Band 5 erfährt Hagrid, dass er einen, für einen reinen Riesen „kleinen“, Halbbruder namens Grawp hat, und bringt ihn nach Hogwarts, wo er ihn im verbotenen Wald versteckt und ihm Englisch beibringen will. Dies führt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Hagrid und den Zentauren, vor allem den eher konservativ eingestellten Bane (engl. Fluch) und Ronan. Im 6. Band hat sich Grawp, dem Dumbledore einen neuen Wohnort in der Bergen beschafft hat, laut Hagrid „prächtig entwickelt“ – bei Dumbledores Beerdigung verhält er sich tatsächlich ganz friedlich.

Für Harry ist Hagrid weitaus mehr als nur ein Lehrer. Hagrid hat ihn aus dem Haus seiner Eltern geholt und zu Dumbledore gebracht, in der Nacht, als diese von Voldemort ermordet wurden. Und er war die Person, die geschickt wurde, um Harry zu sagen, dass er ein Zauberer sei. Seitdem hat sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden und auch zwischen Hagrid, Ron und Hermine entwickelt. Es gibt nur eine Person auf der Welt, die Hagrid mehr verehrt als Harry – Professor Dumbledore. Trotz seiner Größe und seines ungeschlachten Äußeren ist Hagrid eine zutiefst liebevolle Person. Für seine Freunde würde er alles tun, sogar sterben. Er hat sich auch bei der Verteidigung der Schule im 6. Band ausgezeichnet, als er gegen die Todesser kämpfte.

Außerdem besitzt Hagrid einen Saurüden namens Fang.

Rubeus Hagrid wird in den Filmen von Robbie Coltrane dargestellt.

Cuthbert Binns

Cuthbert Binns ist der Lehrer für Geschichte der Magie und der einzige Lehrer von Hogwarts, der ein Geist ist. Er ist im hohen Alter eines Morgens aufgestanden und zum Unterricht gegangen, ohne zu bemerken, dass er in der Nacht zuvor verstorben war. Aufgrund seines eintönigen und langweiligen Vortragsstils und seiner leiernden Stimme fällt es den Schülern oft schwer, dem Unterricht zu folgen und nicht einzuschlafen. Das Aufregendste an seinem Unterricht war, dass er das Klassenzimmer einmal durch die Tafel betrat.

Im zweiten Band wird er das erste Mal aus seinem Unterricht aufgeschreckt und erzählt den Schülern die Legende über die Kammer des Schreckens. Das zweite Mal kurz im fünften Band, als Harrys Eule mit einer Verletzung zu spät kommt und ihn deswegen erst im Unterricht erreicht. Binns vergisst die richtigen Namen seiner Schüler und verwechselt sie (Harry nennt er zum Beispiel 'Perkins'). Das könnten Namen seiner ehemaligen Schüler sein, ist aber nie geklärt worden.

Pomona Sprout

Professor Sprout ist die Lehrerin für Kräuterkunde und Hauslehrerin von Hufflepuff. Sie ist meist in den Gewächshäusern von Hogwarts anzutreffen und häufig ist ihre Kleidung mit Erde beschmutzt. Der Vorname Pomona kommt von Pomologie – dem Zweig der Wissenschaft, der sich mit Früchten befasst.

In Band 2 bekommt sie die besondere Aufgabe Alraunen zu züchten, um die vom Basilisken versteinerten Schüler wiederzubeleben.

Pomona Sprout wird im zweiten Film von Miriam Margolyes dargestellt.

Rolanda Hooch

Rolanda Hooch gibt jeweils im ersten Hogwarts-Schuljahr eines Jahrgangs einen Grundkurs im Besenflug und fungiert ansonsten als Organisatorin und Schiedsrichterin bei den Quidditch-Pokalspielen zwischen den Hogwarts-Häusern.

Rolanda Hooch wird im ersten Film von Zoë Wanamaker dargestellt.

Firenze

Ein Zentaur, nach der griechischen Mythologie ein Mischwesen aus Mensch und Pferd. Zentauren gelten allgemein als sehr weise und begabte, teilweise auch mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattete Sterndeuter. Im Gegensatz zu den anderen Zentauren im Verbotenen Wald, die den Umgang mit Menschen (mit Ausnahme des Wildhüters Hagrid, da dieser nur zur Hälfte Mensch ist) für unter ihrer Würde halten und deshalb gewöhnlich meiden, hält er Zentauren durchaus nicht für unfehlbar und zögert in Harrys 1. Jahr auch nicht, ihn vor dem heimlich wildernden Voldemort zu retten. Dafür musste er sich auch schon einmal als „gewöhnliches Maultier“ beschimpfen lassen. Er übernimmt in Harrys 5. Jahr in Hogwarts den Unterricht in Wahrsagen (zur Begeisterung von Lavender und Parvati), nachdem Professor Umbridge Sibyll Trelawney gefeuert hat. Dafür wurde er ziemlich gewaltsam aus der Gemeinschaft der anderen Zentauren ausgeschlossen, wovon ein Hufabdruck auf seiner Brust zeugt. Auch im 6. Band unterrichtet er weiterhin, teilt sich jedoch den Unterricht mit der von Dumbledore wiedereingestellten Professor Trelawney.

Firenze ist im ersten Film computer animiert und wird in der englischen Originalversion vom Schauspieler Ray Fearon gesprochen.

Horace Slughorn

Horace Slughorn ist ab dem 6. Band Lehrer für Zaubertränke in Hogwarts. Er war bereits zuvor, während der Schulzeit von Tom Riddle (Lord Voldemort), Lehrer für Zaubertränke und Hauslehrer von Slytherin, woraus man schließen kann, dass er relativ alt ist. Bereits im Ruhestand, bewegen Harry Potter und Albus Dumbledore ihn aber dazu, diesen Posten wieder zu übernehmen. Als Lehrer für Zaubertränke tritt er die Nachfolge von Severus Snape an, und nach dessen Überlauf zu den Todessern am Ende des Schuljahres übernimmt er von ihm auch wieder das Amt als Hauslehrer von Slytherin.

In seiner früheren aktiven Zeit als Lehrer hat er besonders begabte Schüler um sich versammelt und dadurch ein bedeutendes Netzwerk (mit Bedacht auf seinen eigenen Vorteil) unter den Zauberern geschaffen. Tom Riddle gehörte ebenso zu seinem „Slug-Club“ wie seine Lieblingsschülerin Lily Evans (spätere Potter, Harrys Mutter). Bereits während seiner Rückkehr nach Hogwarts lässt er im Hogwarts-Express den Slug-Club wieder aufleben. Neben Harry und anderen Schülern aus bekannten Zaubererfamilien lädt er auch die muggelstämmige Hermine Granger ein, da ihre Schulleistungen ihn beeindrucken.

Slughorn zeigt einerseits typische Eigenschaften von Slytherin wie Intelligenz, Zielstrebigkeit und Machthunger. Seine Fähigkeit, Zaubertränke zu brauen, ist denen Snapes mindestens ebenbürtig. Dazu kommt eine überragende Fachkenntnis sowohl der konventionellen als auch der dunklen Seite der Zauberkünste. Slughorn wählt seine Bekanntschaften und Schützlinge nur nach Einfluss und Können aus; Personen, die seinen Ansprüchen nicht genügen, werden schnell fallen gelassen und ignoriert. Diese Auswahl bedeutet allerdings auch, dass die bei Slytherins verbreitete Abscheu vor Muggeln von Slughorn nicht geteilt wird, denn sowohl Lily Evans als auch Hermine Granger wurden bzw. werden von ihm umgarnt.

Slughorn verfügt weiterhin über die Begabung, anderen zu schmeicheln und zielsicher die richtigen Worte für alle Anlässe zu finden. Diese Fähigkeiten nutzte er aus, um sich ein Netzwerk von Günstlingen zu schaffen, die ihn als ausgesprochenen Genussmenschen mit Vergünstigungen versorgen.

Auf der anderen Seite verabscheut Slughorn die dunklen Künste. Hass und Grausamkeit ist seinem Wesen fremd, der Mord an Harrys Eltern, insbesondere der Tod von Lily, hat ihn bis ins Mark erschüttert. Seitdem Voldemorts Rückkehr bekannt wurde, wechselte Slughorn vor der Annahme des Lehrerpostens mehrfach seinen Aufenthaltsort, da er zu Recht fürchtet, wegen seines Wissens von Todessern missbraucht zu werden. Slughorn ist damit im Buch eine Ausnahmefigur der Slytherins, da er trotz seiner negativen Eigenschaften nicht bösartig ist.

Eine tragische Rolle spielte Slughorn in der Entwicklung von Lord Voldemort. Er war es, der ihn über die Bedeutung der Horkruxe aufklärte, die Voldemort das Überleben nach der ersten Begegnung mit Harry ermöglichten. Slughorn schämt sich dessen und weigert sich auch vehement, diese Erinnerung seinem Freund Albus Dumbledore zu zeigen, als dieser die Hintergründe von Lord Voldemort aufklären möchte. Harry gelingt es schließlich mit einem Trick, diese Erinnerung an sich zu bringen und sie Dumbledore zu zeigen.

Armando Dippet

Professor Dippet war Professor Dumbledores Amtsvorgänger als Schulleiter von Hogwarts. Zu seiner Zeit durchlief auch Tom Riddle die Schulausbildung, brachte es nach und nach zum Vertrauensschüler und Schulsprecher und genoss fast bei der gesamten Lehrerschaft, einschließlich Dippet, nicht aber bei Dumbledore, einen ausgezeichneten Ruf als höflicher, gelehrsamer und begabter Schüler. Bei Riddles Schulabgang wäre Dippet grundsätzlich bereit gewesen, Riddle als Lehrer einzustellen, allerdings erst einige Jahre später. Als Riddle es dann noch einmal versuchte, war Dippet bereits nicht mehr im Amt, und Dumbledore wiederum lehnte Riddles Bewerbung rundweg ab. Über die genaueren Umstände von Dippets Abgang und seinem Tod ist nichts bekannt, wie alle ehemaligen Schulleiter steht er aber dem aktuellen Amtsinhaber als Berater in Form eines Portraits zur Verfügung.

Armando Dippet wird im zweiten Film von Alfred Burke dargestellt.

Argus Filch

Argus Filch ist der Hausmeister von Hogwarts. Als solcher betrachtet er mit „Argusaugen“ das Geschehen, um jeden Schüler, der die Regeln missachtet, sofort zu bestrafen und Gegenstände wie fangzähnige Frisbees, etc. zu beschlagnahmen (to filch: klauen, stiebitzen, wegnehmen). Am liebsten würde er die verhassten Schüler mit dem Kopf nach unten an die Decke hängen, doch das erlaubt ihm Dumbledore nicht, obwohl er schon unzählige Anträge dazu gestellt hat. Sein Hass auf die zaubernden Schüler kommt daher, dass er ein Squib ist, also aus einer Zaubererfamilie stammt, aber selber nicht zaubern kann. Unter den Schülern ist er natürlich äußerst unbeliebt.

Im fünften Buch, in der kurzen Amtszeit von Prof. Umbridge, durfte er die Schüler auspeitschen, doch er hat keinen auf frischer Tat ertappen können. So kam er nie in den Genuss, die Schüler so zu bestrafen, wie er es für richtig hält.

Ferner ist eins seiner am härtesten verfolgten Ziele, den Poltergeist Peeves zu fassen und von der Schule werfen zu lassen, da dieser ihm ständig Scherereien macht.

Filchs treue Weggefährtin ist seine Katze, Mrs. Norris. Mrs. Norris ist eine Art Spion für Filch. Dank der Hilfe von Mrs. Norris bekommt Filch viele Dinge mit, was um ihn herum in Hogwarts passiert. In den Filmen wird sie mit roten Augen dargestellt.

Argus Filch wird in den Filmen von David Bradley gespielt.

Irma Pince

Irma Pince ist die Bibliothekarin von Hogwarts. Ihr Nachname kommt von 'pince-nez', was Kneifer bedeutet, eine Brille, die man sich auf die Nase zwickt (passend für eine Bibliophile). Sie gibt stets acht, dass niemand ihre Bücher in irgendeiner Weise beschädigt oder auch nur schief anguckt. Harry und Hermine stellen im 6. Band spaßeshalber die Theorie auf, dass sie eine geheime Beziehung mit Argus Filch hat, was sich bis jetzt aber noch nicht bestätigt hat. Sie wird des Weiteren als geierartig und höchst ungehalten beschrieben.

Poppy Pomfrey

Poppy Pomfrey ist die Krankenschwester von Hogwarts. Sie kann fast alle Verletzungen und Krankheiten heilen, viele sogar in ein paar Sekunden, und ist stets um die Ruhe ihrer Patienten besorgt.

„Pomfrey cakes“ sind Pastillen aus Süßholz, denen eine heilende Wirkung zugeschrieben wird und die in Pontefract/Yorkshire als Heilmittel angebaut wurden. „Poppy“ ist ein Mohn, aus dem seit langer Zeit schon allerlei Heilmittel gewonnen werden.

Poppy Pomfrey wird Im zweiten Film von Gemma Jones dargestellt.

Poppy Pomfrey überlegt sich im fünften Band zu kündigen, weil Dolores Umbridge die Schule übernehmen will. Sie bleibt aber, da sie sich um die Schüler sorgt.

Hausgründer

Godric Gryffindor

Godric Gryffindor ist neben Slytherin das berühmteste Mitglied der Gründergemeinschaft. Er bevorzugte für sein Haus Gryffindor stets die Mutigen unter den Kandidaten. Er hinterließ der Schule sein Schwert, das Harry in Band 2, als er gegen den Basilisken kämpfte, aus dem Sprechenden Hut zog und die Schlange damit tötete. Der Sprechende Hut gehörte ebenfalls Gryffindor, wie der Hut in einem Begrüßungslied zum neuen Schuljahr in Band 4 enthüllt. Gryffindors Zeichen ist ein männlicher Löwe.

Helga Hufflepuff

'Huffle' heißt „Windstoß“ oder „sich aufblasen“, 'puff' bedeutet ebenfalls „Windstoß“. Sie ist Mitbegründerin von Hogwarts, die ohne Ansehen der Herkunft und Abstammung ihrer Schüler jeden aufnahm, der magische Begabung mitbrachte und für den Hilfsbereitschaft und Treue selbstverständlich waren. Diese „Großzügigkeit“ in der Auswahl brachte dem Haus Hufflepuff freilich auch den Ruf ein, besonders viele „Flaschen“ hervorzubringen. Das Wappen des Hauses ist ein schwarzer Dachs auf gelbem Grund. Voldemort besitzt im sechsten Teil einen Becher, der früher Helga Hufflepuff gehörte. Dieser Becher ist vermutlich ein Horkrux von Voldemort.

Rowena Ravenclaw

Ihr Name lässt sich wie folgt zerlegen: 'raven' und 'claw' ergibt „Rabenkralle“. Der Vorname Rowena kommt in Sir Walter Scotts Ivanhoe vor. Sie ist Mitbegründerin von Hogwarts, die bei ihren Schülern vor allem Klugheit und Gelehrsamkeit als wichtige Tugenden schätzte. So wird es auch im nach ihr benannten „Haus“ gesehen, das einen bronzenen Adler auf blauem Grund, das Sinnbild des Verstands, im Wappen führt.

Salazar Slytherin

Salazar Slytherin, der Vorfahre von Lord Voldemort (mütterlicherseits), gehörte vor tausend Jahren zu den Gründern von Hogwarts und gilt neben Godric Gryffindor als der beste Zauberer der Gründergemeinschaft. Auf ihn geht das Haus Slytherin zurück. List, Schlauheit und Reinblütigkeit gehörten ursprünglich zu den Auswahlkriterien für seine Schüler.

Er entzweite sich mit den übrigen Gründern, weil nach seiner Ansicht nur reinblütige Zauberer das Recht haben, Magie zu erlernen, und verließ die Schule. Er versteckte zuvor tief unter der Schule eine geheime Kammer, die Kammer des Schreckens. Erst wenn sein wahrer Erbe nach Hogwarts kommt – so will es die Sage – kann dieser die Kammer öffnen und den Schrecken im Inneren, einen Basilisken, entfesseln, um die Schule von allen Schlammblütern zu befreien. Voldemort als sein letzter, lebender Nachfahre öffnet diese Kammer zweimal: während seiner eigenen Schulzeit und in Harrys zweitem Schuljahr, indem er Ginny Weasley aus seinem alten Tagebuch heraus seinen Willen aufzwingt.

Das Symbol des Hauses ist eine Schlange, weil Salazar Slytherin ein Parselmund war. Das heißt, er konnte mit Schlangen sprechen. Diese Fähigkeit hat Voldemort und damit auch indirekt Harry von ihm geerbt.

Im sechsten Band stellt sich heraus, dass von ihm zwei Erbstücke existieren, die von seinem Nachkommen Lord Voldemort als Horkrux genutzt werden.

Schüler

Slytherins

Draco Malfoy

Draco Malfoy (* 5. Juni) ist Harrys Erzfeind in Hogwarts und der Inbegriff von Fiesheit, Arroganz und Schmierigkeit. Er ist der jüngste Spross einer alten reinblütigen Zauberfamilie, deren Mitglieder traditionell dem Haus Slytherin angehören. Er ist wie sein Vater Lucius davon überzeugt, dass nur reinblütige Zauberer das Recht haben, in Hogwarts ausgebildet zu werden. Schüler, die seiner „rassistischen“ Ansicht nach in Hogwarts Fehl am Platz sind, oder solche, die sich mit ihnen abgeben, werden von ihm beleidigt und gemobbt. Auf Hermine Granger, die er mehrfach als Schlammblut bezeichnet, hat er es dabei des öfteren besonders abgesehen.

Draco tritt meistens nicht alleine, sondern inmitten seiner Slytherin-Clique in Erscheinung, zu der hauptsächlich Gregory Goyle und Vincent Crabbe gehören. Er ist der Lieblingsschüler seines Hauslehrers Severus Snape und wird von diesem oft bevorzugt. So lässt Snape ihm Dinge ohne Bestrafung durchgehen, für die andere Schüler nachsitzen müssten.

Dracos Feindschaft mit Harry liegt tief begründet und beginnt bereits am ersten Schultag. Harry hat Dracos hässliche Seite schon einige Tage zuvor bei seinem ersten Besuch in der Winkelgasse kennen gelernt. Die entscheidende Szene ist wohl die, als Draco im Hogwarts-Express zuerst Ron Weasley und dessen Familie beleidigt und dann Harry seine Freundschaft anbietet. Harry lehnt diese aber ab.

In den folgenden Jahren wird die Feindschaft der beiden immer vielschichtiger. Wo zu Beginn nur eine unterschiedliche Hauszugehörigkeit, allgemeine Abneigung beiderseits und Dracos Hass auf Harrys Freunde Ron Weasley und Hermine Granger besteht, kommt im 2. Band die direkte Rivalität als Sucher der jeweiligen Quidditch-Hausmannschaft hinzu. Hier kann Draco Harry allerdings nicht das Wasser reichen. Im 5. Band erreicht ihre Rivalität die nächste Stufe, denn beide sind Anführer zweier verfeindeter Gruppierungen: Draco steht dem „Inquisitionskommando“ von Dolores Umbridge vor, während Harry der Anführer von „Dumbledores Armee“ ist. Im 6. Band gibt es dann schließlich einige direkte Konfrontationen mit tätlichen Angriffen. Auch die Zugehörigkeit zu verfeindeten Gruppierungen, die im 5. Band noch auf die Schule beschränkt ist, wird im 6. Band Realität. Harry glaubt, dass Draco trotz seiner Jugend in die Reihen der Todesser aufgenommen und damit ein Anhänger von Lord Voldemort wurde. Harry dagegen ist Albus Dumbledore auch nach dessen Tod treu ergeben und steht auf der Seite des Phönixordens.

Dracos Name lässt Schlimmes erwarten: Draco ist lateinisch und bedeutet Drache oder Schlange. Auch zeigt sich hier wieder die Tradition der Black-Familie (aus der seine Mutter Narzissa stammt), Kinder nach Sternen oder Sternbildern zu benennen: Draco (Drache) ist ein Sternbild der nördlichen Hemisphäre. Der Name „Malfoy“ stammt offenbar von dem alten Ausdruck malfaisance (franz. die Übeltat). Er lässt sich aber auch von mala fides (lat. das Misstrauen), das auf altfranzösisch Mal foy heißen würde. Joanne K. Rowling selbst sagt dazu: „It's made up, but you could say it's Old French for Bad Faith“ (Es ist erdacht, aber man könnte sagen, dass es altfranzösisch für Misstrauen ist).

Bis zum 6. Band ist Draco der arrogante Sproß der Familie Malfoy, der keine Gefühle zeigt und eiskalt zu sein scheint. Er bekommt von Voldemort den Auftrag, Albus Dumbledore zu töten. Mit zunehmender Verzweiflung versucht er das ganze 6. Schuljahr hindurch auf verschiedenste Art und Weise, seinen Auftrag zu erfüllen. Gegen Ende des Schuljahres bekommt Harry jedoch mit, wie Draco bei der Maulenden Myrte in der Toilette weint, weil er um sein Leben fürchtet, ebenso um seine Familie. Er ist es, der den Todessern ermöglicht, in Hogwarts einzudringen, um mit ihrer Hilfe seinen Auftrag zu erfüllen. Er kann sich jedoch nicht überwinden, den entwaffneten Dumbledore zu töten. Severus Snape, der den Unbrechbaren Schwur gegenüber Dracos Mutter abgelegt hat, übernimmt zwangsweise diese Aufgabe und tötet Dumbledore mit dem Avada-Kedavra-Fluch, woraufhin sie gemeinsam flüchten.

Draco Malfoy wird in den Filmen von Tom Felton dargestellt.

Vincent Crabbe & Gregory Goyle

Vincent Crabbe und Gregory Goyle fallen weniger durch ihre Intelligenz als durch ihre Größe und ihr Gewicht auf. Sie sind die meiste Zeit in der Gesellschaft von Draco Malfoy zu finden, der sie herumkommandiert. Crabbes und Goyles Väter gehören den Todessern an, den Anhängern des dunklen Lord Voldemort.

Vincent Crabbe wird in den Filmen von Jamie Waylett und Gregory Goyle von Josh Herdman dargestellt.

Pansy Parkinson

Pansy Parkinson ist die zeitweilige Freundin von Draco Malfoy und lässt keine Gelegenheit aus, über Harry und andere Schüler herzuziehen oder böse Gerüchte über sie zu verbreiten. Auch zum Weihnachtsball kommt sie in Begleitung von Draco Malfoy. Im fünften Band wird sie zur Vertrauensschülerin von Slytherin ernannt.

Pansy Parkinson wird im dritten Film von Genevieve Gaunt verkörpert.

Gryffindors

Neben den Hauptfiguren Harry, Ron und Hermine werden verschiedene andere Gryffindors in den 6 bisher erschienen Bänden wiederholt genannt.

Katie Bell

Katie Bell, die wie Harry im Haus Gryffindor wohnt, ist in Harrys Quidditch-Team. Sie ist eine Jägerin. Als im fünften Schuljahr auf Betreiben von Hermine Dumbledores Armee gegründet wird, schließt sie sich auch dieser Gruppe an, gemeinsam mit ihren Freundinnen Alicia Spinnet und Angelina Johnson. Als Harry im sechsten Schuljahr Kapitän der Gryffindor-Mannschaft wird, ist sie als einzige ursprüngliche Stammspielerin noch mit dabei. Allerdings wird sie auf ihrem ersten Hogsmeade-Ausflug von einem verhexten Halsband schwer verletzt und kann die ersten Spiele nicht bestreiten, ist aber zumindest im letzten wieder dabei. Sie muss einen Großteil des Schuljahres im St.-Mungo-Hospital verbringen.

Katie Bell wird in den ersten beiden Filmen von Emily Dale dargestellt.

Lavender Brown

Lavender Brown ist eng mit Parvati Patil befreundet. Beide wurden vom Sprechenden Hut dem Hause Gryffindor zugeteilt und sind im selben Jahrgang wie Harry Potter. Wie ihre Freundin Parvati ist auch sie eine begeisterte Verehrerin von Prof. Sibyll Trelawney, der Lehrerin für Wahrsagen in Hogwarts. Im 4. Band geht sie mit Seamus Finnigan zum Weihnachtsball. Gemeinsam mit ihrer Freundin Parvati und deren Schwester Padma schließt sie sich im fünften Schuljahr Dumbledores Armee an. Während des sechsten Schuljahres wird sie die erste Freundin von Ron. Dieser ist allerdings nicht wirklich in sie verliebt, sondern nur mit ihr zusammen, um Ginny etwas zu beweisen und Hermine eifersüchtig zu machen. Sehr zu Rons Missvergnügen gibt sie ihm zum Amüsement seiner Freunde den Kosenamen "Won Won". Ihre Beziehung endet, als Lavender Ron einmal mit Hermine aus dem Schlafsaal kommen sieht. Da Harry zu diesem Zeitpunkt unter dem Tarnumhang versteckt ist, denkt sie, die beiden wären dort nur zu zweit gewesen.

Lavender Brown wird im dritten Film von Jennifer Smith dargestellt.

Colin & Dennis Creevey

Die beiden muggelstämmigen Brüder Colin und Dennis sind ein bzw. drei Jahre jünger als Harry und verehren ihn wie einen Helden. Da sie ebenfalls Mitglieder des Hauses Gryffindor sind, haben sie auch ausreichend Gelegenheit dazu, Harry mit ihrem ständigen Grüßen und penetrantem Fotografieren auf die Nerven zu gehen. Draco Malfoy nutzt diesen Umstand weidlich aus, um Harry zu ärgern.

In Band 2 fällt Colin einem Basilisken zum Opfer und wird versteinert, kann aber durch einen Alraunen-Trank gerettet werden.

Colin Creevey wird im zweiten Film von Hugh Mitchell dargestellt.

Seamus Finnigan

Seamus Finnigan ist ein Schüler des Hauses Gryffindor und der beste Freund von Dean Thomas. Der rotblonde Junge ist irischer Abstammung, sein Vater ist ein Muggel, seine Mutter eine Hexe. Für seinen Vater war die Erkenntnis, mit einer Hexe verheiratet zu sein, laut Aussage von Seamus, ein ziemlicher Schock. Der begeisterte Zauberschachspieler ist Fan der Quidditch-Mannschaft "Kenmare Kestrels", deren Poster neben seinem Bett hängt. In Gryffindor teilt er den Schlafsaal mit Dean Thomas, Neville Longbottom, Harry Potter und Ron Weasley. Im 5.Band streitet er sich mit Harry, weil Seamus' Mutter behauptet, dass Harrys und Dumbledores Aussagen falsch sind. Später aber tritt er auch der DA bei, weil ihn das Interview im "Klitterer" überzeugt. Auf den Weihnachtsball des 4. Jahres ist Seamus mit Lavender Brown gegangen.

Seamus Finnigan wird in den Filmen von Devon Murray dargestellt.

Angelina Johnson

Angelina ist zwei Jahre älter als Harry, Jägerin im Quidditch-Team von Gryffindor und in ihrem letzten Schuljahr (Band fünf) Oliver Woods Nachfolgerin als Mannschaftskapitän. In ihrem Ehrgeiz, den Hauspokal für Gryffindor zu holen und dieses Ziel, wenn nötig, auch vor das Wohl ihrer Mitspieler zu stellen, steht sie ihrem Vorgänger in nichts nach. Mit Fred Weasley geht sie in Band 4 zum Weihnachtsball.

Angelina Johnson wird in den ersten drei Filmen von Danielle Tabor und im vierten Film von Tiana Benjamin dargestellt.

Neville Longbottom

Neville (* 30. Juli) wird als etwas dickliches, ungeschicktes und sehr vergessliches Kind beschrieben. So ist er öfters auf der Suche nach seiner Kröte Trevor. Wegen seiner etwas schusselig wirkenden Art wird er von Draco Malfoy gehänselt und von Professor Snape im Unterricht schikaniert. Seine schulischen Leistungen sind eher schlecht, ausgenommen im Fach Kräuterkunde. Später entwickelt sich Neville schneller weiter als alle anderen Charaktere der Serie und wird „normaler“. Mit seinem wachsenden Selbstbewusstsein, das sowohl mit einer persönlichen Entwicklung einhergeht, wie auch auf Harrys und Hermines Hilfe zurück zu führen ist, werden seine schulischen Leistungen besser. Er wird einer der eifrigsten Schüler in Harrys DA-Kurs, was ihn zu einem guten Schüler in Verteidigung gegen die dunklen Künste macht. Er und Luna Lovegood sind die einzigen beiden Mitglieder der DA („Dumbledores Armee“, die sich am Ende des 6. Bandes am „Kampf um den Astronomieturm“ beteiligen.

Neville lebt bei seiner Großmutter, da seine Eltern (Alice und Frank Longbottom) in Folge der Folterung durch mehrere Todesser (Bellatrix Lestrange, Rodolphus Lestrange, Rabastan Lestrange und vermutlich Bartemius Crouch jr.) wahnsinnig wurden und dauerhaft im St. Mungo Hospital betreut werden.

Neville ist fast am gleichen Tag wie Harry geboren, seine Eltern waren auch Mitglieder des Phönix-Ordens und haben Voldemort ebenfalls bereits dreimal die Stirn geboten. Daher könnte die Prophezeiung, die Harrys Leben veränderte, ursprünglich auch Neville gemeint haben.

Neville Longbottom wird in den Filmen von Matthew Lewis gespielt.

Cormac McLaggen

Mitglied von Professor Slughorns "Slug-Club", da sein Onkel Tiberius mit dem Ministeriumsangestellten Bertie Higgs und dem amtierenden Minister Scrimgeor gut bekannt ist, dies bezog sich aber hauptsächlich auf die Zeit vor Scrimgeors Amtsantritt. Konkurriert mit Ron um den Posten des Hüters in Gryffindors Quidditch-Mannschaft. Als Ron einmal ausfiel und McLaggen antreten durfte, erwies er sich als absolut teamunfähig, stellte Harrys Autorität als Mannschaftskapitän in Frage und griff mehrfach besserwisserisch ins Spielgeschehen ein, einmal mit fatalen Folgen (Schädelbruch) für Harry.

Hermine geht mit ihm zur Weihnachtsfeier des Slug-Clubs, um Ron, der zu dieser Zeit mit Lavender zusammen ist, eifersüchtig zu machen.

Parvati Patil

Parvati Patil ist die Zwillingsschwester von Padma Patil. Sie ist wie Harry Potter vom Sprechenden Hut dem Hause Gryffindor zugeteilt worden, ihre Schwester jedoch Ravenclaw. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Lavender Brown ist sie eine begeisterte Anhängerin der Wahrsagelehrerin Prof. Sibyll Trelawney, deren Worte beide für bare Münze nehmen. Beim Weihnachtsball anlässlich des Trimagischen Turniers ist sie die Partnerin Harry Potters beim Ball und eröffnet ihn mit ihm und den anderen Champions mit ihren Partnern bzw. Partnerinnen. Für Harry ist sie allerdings trotz ihres blendenden Aussehens nur zweite Wahl. Er hätte viel lieber Cho Chang als Partnerin, allerdings hat er zu lange gezögert, diese zu fragen und so ging Cho schlussendlich mit Cedric Diggory zum Ball. Wie sein Freund Ron erweist sich auch Harry nicht gerade als idealer Ballbegleiter und nachdem er Parvati ignoriert, lässt sich das bildhübsche Mädchen viel lieber von französischen Beauxbatons-Schülern den Hof machen. In ihrem fünften Schuljahr schließt sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Freundin Lavender der DA an.

Ihr Name verweist auf Parvati, die hinduistische Göttin der Schönheit, des Glanzes und der Heiterkeit. Auch der Vorname ihrer Zwillingsschwester Padma und ihr Nachname Patil gehören in den indischen Sprachraum.

Parvati Patil wird im dritten Film von Sitara Shah und im vierten Film von Shefali Chowdhury dargestellt.

Alicia Spinnet

Alicia Spinnet ist in Hogwarts im selben Haus wie Harry, in Gryffindor. Sie ist Spielerin in der Quidditch-Mannschaft der Gryffindors und sie ist Jägerin. Im fünften Schuljahr von Harry schließt sich Alicia gemeinsam mit ihren Freundinnen Angelina Johnson und Katie Bell Dumbledores Armee an.

Alicia Spinnet wird im ersten Film von Leilah Sutherland und im zweiten Film von Rochelle Douglas dargestellt.

Dean Thomas

Dean Thomas gehört demselben Jahrgang wie Harry Potter an, ist ebenfalls in Gryffindor, von dunkler Hautfarbe und muggelstämmig. Sein bester Freund ist Seamus Finnigan. Dean ist, zum Unverständnis von Seamus und Ron, großer Fußballfan (West Ham United). Er wuchs in London bei seiner Mutter und seinem Stiefvater auf, da sein leiblicher Vater die Familie verlassen hat, als Dean noch sehr klein war. Dieser war ein Zauberer, der dies seiner Frau jedoch nie erzählte, um sie zu schützen. Er wurde von Todessern getötet, weil er sich weigerte, sich ihnen anzuschließen. Dean hat einige Halbbrüder und – schwestern. (entnommen einem Interview mit J.K. Rowling) Dean ist eine Zeit lang (Ende seines fünften, Anfang seines sechsten Schuljahres) mit Ginny Weasley gegangen.

Dean Thomas wird in den Filmen von Alfie Enoch dargestellt.

Romilda Vane

Romilda Vane ist zwei Klassen unter Harry. Nach seinen Heldentaten in der Mysteriumsabteilung schwärmt sie für ihn und versucht sich ihm immer wieder auf aufdringliche Weise zu nähern. Sie geht sogar soweit, Harry einen Liebestrank unterzuschieben, der an seiner Stelle allerdings Ron trifft.

Ginny Weasley

Ginevra Molly Weasley (* 11. August), Ginny genannt, ist ein Jahr jünger als Ron und seit Generationen das erste Mädchen innerhalb der Weasley-Familie. Sie ist seit dem ersten Band in Harry verliebt und später rät Hermine ihr, mehr sie selbst zu sein, da sie so eher Harrys Aufmerksamkeit errege. Im fünften Band wird ihr Charakter stärker in die Handlung einbezogen und sie bekommt einen aktiven Part im Hauptgeschehen. Der Leser erfährt, dass sie ihre Schwärmerei für Harry scheinbar aufgegeben hat und dies führt nicht nur zu ihren Beziehungen mit Michael Corner und Dean Thomas, sondern auch dazu, dass Ginny fähig ist, Harry als guten Freund zu gewinnen. In ihrem fünften (und Harrys sechstem) Jahr in Hogwarts werden Harry und Ginny ein Paar, nachdem sich die Situation umgekehrt hat und Harry sich für einen Großteil des sechsten Buches stark in Ginny verliebt hat. Am Ende des sechsten Bandes beendet Harry vorerst die Beziehung noch während Dumbledores Beerdigung, da er aufgrund seiner Aufgabe, Voldemort zu vernichten, Ginny nicht durch ihre Verbindung zu ihm zur Zielscheibe machen will. Diese Begründung wurde allerdings von Ginny vorerst nicht akzeptiert, den weiteren Verlauf der Beziehung wird erst der siebte Band zeigen.

Sie war in ihrem ersten (Harrys zweitem) Jahr von Voldemort besessen, da sie ahnungslos in Tom Riddles (Voldemorts bürgerlicher Name) altes Tagebuch schrieb, das einen Teil von Voldemorts Seele beherbergte (ein Horkrux). Dadurch konnte er sie negativ beeinflussen und nach und nach in Besitz nehmen, bis er sie schließlich in die Kammer des Schreckens entführte, aus der Harry sie rettete. In ihrem vierten Jahr wurde sie Mitglied von Dumbledores Armee (DA) und war sowohl beim Kampf im Ministerium, als auch am Kampf in Hogwarts ein Jahr später beteiligt. Ginny ist eine ausgesprochen begabte Hexe und wird im 6. Buch nach einem perfekt ausgeführten „Flederwicht-Zauber“ von Professor Slughorn in den „Slug-Club“ eingeladen.

Ginny wird als rothaarig, sommersprossig und braunäugig beschrieben. Wie auch Arthur oder Percy (Percival) entstammt der Name Ginevra der Artussage.

Ginny Weasley wird in den Filmen von Bonnie Wright gespielt.

Fred & George Weasley

Fred und George Weasley (* 1. April), auch bekannt als die Weasley-Zwillinge, sind Rons zwei Jahre ältere Brüder. Sie haben meistens nichts als Unsinn im Kopf – das ist auch der Grund dafür, dass Hogwarts' Hausmeister Argus Filch in seinem Schrank mit Aufzeichnungen über Verstöße gegen die Schulordnung ein eigenes Fach für die Beiden eingerichtet hat.

Schon während ihrer Schulzeit verkaufen sie selbst hergestellte Scherzartikel und schmieden Pläne, später einen Laden für magische Scherzartikel namens Weasleys Zauberhafte Zauberscherze zu eröffnen. Als ihre Mutter jedoch herausfindet, dass sie ihre Ferien mit der Erfindung neuer Scherzartikel verbracht haben und deshalb in der Prüfung nicht genug Zauberergrade erreicht haben, verbrennt sie sämtliche Bestellformulare.

Die Weasley-Zwillinge brechen ihre Schullaufbahn frühzeitig ab. Mit ihrem „Abgang“ in der Mitte ihres 7. Schuljahres übertreffen sie sich noch einmal selbst, indem sie einen ganzen Korridor in einen Sumpf verwandeln, ihre vorher beschlagnahmten Besen mit einem Aufrufzauber aus ihren Ketten befreien und damit der Schule entfliehen. Sie verwirklichen ihren Traum und eröffnen in der Winkelgasse einen Laden für magische Scherzartikel, dessen Fundament von Harrys Gewinn im Trimagischen Turnier finanziert wird. Dieser läuft sehr erfolgreich und macht sie zu wohlhabenden Zauberern, was sogar ihre gestrenge Mutter mit ihrer Entscheidung versöhnt. Der Erfolg der beiden beweist, dass sie trotz ihrer ständigen Scherze und Albernheiten ein großes magisches Talent besitzen.

Fred Weasley wird in den Filmen von James Phelps und George Weasley von Oliver Phelps gespielt.

Percy Weasley

Rons Bruder Percy Ignatius Weasley (geboren am 22. August) ist zwei Jahre älter als Fred und George und ein noch größerer Streber als Hermine und versessen darauf, alle Vorschriften einzuhalten, selbst wenn diese sämtlichen guten Menschenverstand vermissen lassen. In Harrys erstem Jahr ist er Vertrauensschüler von Gryffindor, im dritten dann Schulsprecher. Er ist der feste Freund von Penelope Clearwater, die in Band 2 Vertrauensschülerin von Ravenclaw ist und durch den Basilisken versteinert wird. Nach dem Ende seiner Schulzeit beginnt er in Band 4 mit der Arbeit im Zauberministerium. Dort ist er zuerst der Sekretär von Bartemius Crouch, ein Jahr später bereits Juniorassistent des Ministers.

Da seine Eltern fest zu Dumbledore halten, bricht er mit ihnen und stachelt in einem Brief sogar Ron dazu an, sich nicht mehr mit Harry und Dumbledore abzugeben, weil das Zaubereiministerium beide für verrückt und gefährlich erklärt hat. Auch nach Bekanntwerden der Tatsache, dass Harry und Dumbledore in allem, was sie sagten, Recht hatten, ist er nicht bereit sich mit seiner Familie zu versöhnen.

Percy Weasley wird im ersten bis dritten und im fünften Film von Chris Rankin gespielt.

Oliver Wood

Oliver ist Kapitän der Quidditch-Hausmannschaft von Gryffindor und der Hüter der Torringe. Nachdem er in Band 3 seine Zeit in Hogwarts beendet hat, wird er Reservespieler für das Profiteam Eintracht Pfützensee. Oliver ist bei seinem Quiddichteam bekannt für sein Engagement und seine fast traditionelle Aufmunterungsrede, die nur sehr selten ausfällt.

Oliver Wood wird in den ersten beiden Filmen von Sean Biggerstaff dargestellt.

Ehemalige Gryffindors

  • Lehrer
    • Albus Dumbledore
    • Minerva McGonagall
    • Remus Lupin
    • Rubeus Hagrid
  • Schüler aus der Zeit von James Potter
    • James Potter
    • Lily Evans (Potter)
    • Sirius Black
    • Peter Pettigrew
    • Molly Prewett (Weasley)
    • Arthur Weasley
  • Jüngere Abgänger
    • Bill Weasley
    • Charlie Weasley

Ravenclaws

Cho Chang

Cho Chang ist ein auffallend hübsches Mädchen asiatischer Abstammung und ist Sucherin in der Quidditchmannschaft des Hauses Ravenclaw. Harry hatte große Probleme, sich auf sein Lieblingsspiel zu konzentrieren, wenn Gryffindor gegen Ravenclaw spielte. Cho ist ein Jahr älter als Harry. Er fragte sie bei einem Weihnachtsball, ob sie mit ihm hingehen will, aber sie hatte schon Cedric Diggory von Hufflepuff zugesagt. Im fünften Band bekam Harry von ihr seinen ersten Kuss und sie war von da an eine Zeit lang Harrys erste Freundin. Doch nach einem ersten (und einzigen) Date am Valentinstag und darauf folgenden 'Unstimmigkeiten' trennte sie sich von ihm. Später beginnt sie eine Liebesbeziehung mit Michael Corner, Ginnys früherem Freund.

Cho Chang wird im vierten und fünften Film von Katie Leung dargestellt.

Luna Lovegood

Ein Mädchen, von dem es heißt, es sei nicht ganz richtig im Kopf (engl. lunatic = verrückt, irr). Sie wird von vielen Schülern mit dem Namen Loony gehänselt. Ihr Vater ist Chefredakteur der Zeitschrift "Der Klitterer", welche dafür bekannt ist, hanebüchene und meist frei erfundene Artikel zu enthalten. Ihre Mutter starb aufgrund eines fehlgeleiteten Zauberexperiments, als Luna 9 Jahre alt war.

Luna steht auch im Ruf, nur an Dinge zu glauben, solange ihre Existenz nicht bewiesen ist. In den ersten Jahren in Hogwarts hat Luna daher nur wenige Freunde. Erst die DA-Treffen geben ihr ein Gefühl wie es sein kann, Freunde zu haben.

Luna ist jedoch weitaus mehr als das geistig abwesende und etwas merkwürdige Mädchen, als das sie immer erscheint. Luna ist klug und, wenn sie ihre Radieschenohrringe, die Gespensterbrille und das Halsband aus Butterbierkorken nicht trägt, sogar in gewisser Weise attraktiv. Sie sieht und merkt viel mehr als die meisten Menschen um sie herum.

Ginny, die sich nicht wie alle anderen über Luna lustig macht und freundschaftliche Gefühle für sie hegt, stellt Luna in Band 5 Harry, Ron, Hermine und Neville vor. Im Laufe des Buches wird Luna Mitglied der DA und ist im entscheidenden Kampf gegen die Todesser im Ministerium aktiv mit dabei.

Da auch sie durch den Tod ihrer Mutter ein geliebtes Familienmitglied verloren hat und daher Harrys Gefühle nach Sirius Tod aus eigener Erfahrung kennt, besteht zwischen Luna und Harry in dieser Situation eine Art Verständnis, das er nicht einmal zu Ron und Hermine hat.

In Buch 6 lädt Harry Luna zur Weihnachtsparty von Prof. Slughorn ein und Luna darf ein Quidditchspiel kommentieren (was sie aber in ihrer einzigartigen Art tut, d.h. mit sehr vielen Seitenbemerkungen über eher nicht mit dem Spiel zusammenhängenden Dingen). Außerdem beteiligt sie sich mit Neville am "Kampf um den Astronomieturm".

Luna Lovegood wird im fünften Film von Evanna Lynch gespielt.

Padma Patil

Padma Patil ist die Zwillingsschwester von Parvati. Sie besucht denselben Jahrgang wie Harry, ist aber – anders als ihre Schwester – im Haus Ravenclaw. Im vierten Schuljahr nimmt sie am Weihnachtsball als Partnerin von Ron Weasley teil. Allerdings kümmert sich Ron so gut wie gar nicht um Padma, so dass sie ihn wutentbrannt sitzen lässt, und da sie ausgesprochen hübsch ist, mangelt es ihr nicht an anderen Verehrern, besonders unter den Jungen der Magierschule Durmstrang. In ihrem fünften Schuljahr wird sie Vertrauensschülerin von Ravenclaw und auch ein Mitglied von Dumbledores Armee.

Padma Patil wird im vierten Film gespielt von Afshan Azad. Im Unterschied zu den Büchern gehört sie im Film dem Haus Gryffindor an.

Hufflepuffs

Hannah Abbott

Das blondhaarige Mädchen ist etwa so alt wie Harry und gehört dem Haus Hufflepuff an. Ihr anscheinend bester Freund ist Ernie Macmillan, er teilt ihr Hobby: Schokofroschkarten sammeln. Sie nahm Harry in Schutz, als man von ihm behauptete, er wäre der Erbe Slytherins. In Harrys 5. Jahr ist sie Vertrauensschülerin. Sie ist dann auch in der DA, die von Harry gegründet wurde. Während der ZAG-Vorbereitungen brach sie in Panik aus und Madame Pomfrey musste sie mit einem Beruhigungstrank behandeln. Im 6. Band wird ihre Mutter von Todessern ermordet, daraufhin verlässt das Mädchen die Schule.

Hannah Abbott wird im zweiten und vierten Film von Charlotte Skeoch verkörpert.

Cedric Diggory

Cedric ist Sucher im Quidditchteam Hufflepuffs und besiegt Harry in Band 3, nachdem dieser wegen der Dementoren ohnmächtig geworden war. Cedric, der drei Jahre älter als Harry ist, wird auch zum Vertrauensschüler ernannt und ist eine der Hauptfiguren in Harry Potter und der Feuerkelch: Harry, Ron und Hermine treffen ihn schon auf dem Weg zum Portschlüssel, der sie zur Quidditch-WM bringen soll. Cedric bewirbt sich für das trimagische Turnier und gewinnt zusammen mit Harry. Er scheint auch den gleichen Geschmack wie Harry zu haben, da er Cho Chang zum Weihnachtsball begleitet hat. Am Ende des vierten Teils stirbt Cedric durch den Avada Kedavra Fluch von Wurmschwanz auf Lord Voldemorts Befehl.

Cedric Diggory wird im vierten Film von Robert Pattinson verkörpert.

Ernie Macmillan

Ernie Macmillan ist im selben Jahrgang wie Harry Potter, jedoch wurde er vom Sprechenden Hut dem Hause Hufflepuff zugeteilt. Im zweiten Schuljahr schwingt sich Ernie zum Wortführer derjenigen auf, die Harry verdächtigen, dass er der Erbe Slytherins sei, umso mehr als er erfährt, dass Harry Parsel sprechen kann. Letzteres stellte sich bei einem Duell gegen Draco Malfoy heraus, als eine von Draco mit dem Serpensortia-Fluch herbeigerufene Schlange sich auf den Mitschüler Justin Finch-Fletchley stürzen wollte. Harry beschwor die Schlange, aber niemand verstand seine Worte und viele der Anwesenden glaubten, er wollte die Schlange auf den muggelstämmigen Justin hetzen. In seinem fünften Schuljahr wird er gemeinsam mit seiner Mitschülerin Hannah Abbott zum Vertrauensschüler der Hufflepuffs ernannt. Wie diese ist er ein begeisterter Sammler von Schokofroschkarten. In diesem Schuljahr stellt er sich auf Harrys Seite und bekundet lautstark, dass er nicht den Hetzartikeln im Tagespropheten glaubt, sondern Harry. Er sei der Meinung, dass dieser die Wahrheit spräche, wenn er behauptet, dass Voldemort zurückgekehrt sei. Er schließt sich auch gemeinsam mit Hannah Dumbledores Armee an.

Ernie Macmillan wird im zweiten und vierten Film von Louis Doyle verkörpert.

Andere Zauberschulen

Viktor Krum

Viktor Krum ist ein gefragter Quidditch-Spieler und Schüler des Durmstrang-Instituts in Osteuropa. Mit achtzehn Jahren wird Viktor in die bulgarische Quidditch-Nationalmannschaft berufen. Er führt bei der Quidditch-Weltmeisterschaft im Band 4 den schwierigen Wronski-Bluff (ein Spielzug beim Quidditch, benannt nach dem polnischem Sucher Josef Wronski) aus und erntet damit Harry Potters größte Bewunderung. Krum vertritt Durmstrang beim Trimagischen Turnier.

Er und Hermine Granger kommen sich in Band 4 etwas näher – zum Ärgernis von Ron Weasley und Igor Karkaroff, dem Schulleiter des Durmstrang-Instituts – und gehen gemeinsam und zur Überraschung aller anderen Hogwarts-Schüler zum Weihnachtsball. Die beiden führen nach der Abreise Krums eine Brieffreundschaft.

Viktor Krum wird im vierten Film von Stanislav Ianevski dargestellt.

Fleur Delacour

Fleur Delacour ist eine Schülerin der Beauxbatons-Akademie in Südfrankreich. Sie vertritt ihre Schule im Trimagischen Turnier. Fleur ist ein Mädchen von geradezu übernatürlicher Schönheit. Ihre Großmutter war eine Veela. Bei der Zweiten Aufgabe des Trimagischen Turniers muss Fleur ihre kleine Schwester Gabrielle retten. Da Fleur aufgeben muss, wird Gabrielle von Harry Potter aus dem See gerettet, wofür Fleur ihm sehr dankbar ist. Gabrielle kommt mit ihren Eltern auch zur letzten Etappe des Turniers nach Hogwarts.

Nach Abschluss der Schule jobbt sie bei Gringotts, um ihr Englisch zu verbessern und erhält Nachhilfeunterricht von Bill Weasley. In Band 6 sind die beiden ein Paar und planen ihre Hochzeit, was die Weasleys zunächst nicht sehr unterstützen; vor allem Molly Weasley ist sehr dagegen. Von Ginny wird Fleur nur abwertend „Schleim“ genannt. Nachdem Bill in Band 6 von Fenrir Greyback entstellt und mit dem Werwolfvirus infiziert wird, bekräftigt sie, ihn weiterhin heiraten zu wollen. Das ändert die Meinung von Molly Weasley über sie positiv. Diese hatte erwartet, dass Fleur ihn wegen seines Aussehens nicht mehr heiraten wollte.

Fleur Delacour wird im vierten Film von Clémence Poésy dargestellt.

Zauberfamilien

Die Weasleys

Arthur und Molly Weasley sind die Eltern von insgesamt sieben Kindern: Bill, Charlie, Percy, Fred, George, Ron und Ginny. Sie wohnen im Fuchsbau und haben immer zu wenig Geld. Sie bereiten Harry und Hermine immer einen herzlichen Empfang, so wird Harry regelmäßig in den Ferien in den Fuchsbau eingeladen.

Die Weasleys sind das heile – und oftmals auch heilende – Element, die Familie, die Harry nie hatte und nach der er sich so sehnt. Anders als Tom Riddle hat er das Glück, eine solche Familie zu treffen. Doch oftmals fällt es Harry schwer zu verkraften, dass er die Weasleys durch seine Anwesenheit in Gefahr bringt und mittlerweile drei Weasleys fast gestorben wären, nur weil sie ihn kennen. Natürlich sehen die herzensguten Weasleys das anders und lieben Harry umso mehr, da er auch alle drei vor dem Tod gerettet hat.

Nicht zuletzt sind die Weasleys der Contrapart zu den ebenfalls reinblütigen Familien Malfoy, Lestrange und Black und sollen zeigen, dass nichts auf der Welt nur Schwarz oder Weiß ist.

Die Blacks [

Zur alten Zaubererfamilie Black zählen mehrere Personen, die hier an anderer Stelle vorgestellt sind:

  • Sirius Black
  • Regulus Black
  • Bellatrix Lestrange geb. Black
  • Narzissa Malfoy geb. Black
  • Nymphadora Tonks (ihre Mutter war eine geborene Black)

Der alte Familiensitz ist Grimmauldplatz 12.

Folgende Nebenpersonen sind mit Sirius Black verwandt: Phineas Nigellus (ehemaliger Direktor von Hogwarts), Alphard Black, Draco Malfoy

Mitglieder des Phönixordens

Sirius Black

Sirius Black war der beste Freund von James Potter und ist daher Harrys Pate. Er wird bereits im 1. Buch kurz erwähnt, taucht aber als Charakter erst wieder im 3. Band auf. Alle denken, er habe Lily und James Potter an Voldemort verraten und etliche unschuldige Muggel ermordet. Daher war er zu lebenslanger Haft in Askaban verurteilt. Als erster Zauberer gelingt ihm von dort die Flucht. Doch Harry und seine Freunde erfahren, dass nicht Black, sondern Peter Pettigrew der Schuldige war und verhelfen Black mithilfe eines Hippogreifs namens Seidenschnabel zur erneuten Flucht.

Diese führt ihn zunächst in tropische Gefilde – jedenfalls benutzt er tropische Vögel an Stelle der üblicherweise verwendeten Eulen, um seine Post zu verschicken. Harry, Ron und Hermine vermuten, dass er sich dort aufhält, weil die Dementoren unter diesen Klimabedingungen nicht lange überleben.

Sirius Black war ein guter Freund von Remus Lupin, Peter Pettigrew und Harrys Vater James Potter und wird, genau wie diese, (außer Remus, der ein Werwolf ist) in seiner Schulzeit zum Animagus. Sein Tier ist ein großer, zotteliger, schwarzer Hund, weshalb Harry ihn zunächst für ein Todesomen, einen Grimm hält. Sirius war in der Schule sehr beliebt, ist außerordentlich klug und war zusammen mit James Potter für seine Streiche bekannt. Er ist sehr hübsch und war in seiner Schulzeit ein Frauenschwarm.

Er ist für Harry wie eine Mischung aus Vater und Bruder und bleibt mit diesem auch durch Briefe in Kontakt.

Black riss mit 16 von zu Hause aus, James Potters Eltern nahmen ihn auf. Zudem war er Trauzeuge von Lily und James.

Im 5. Band stirbt Sirius, als er während eines Kampfes mit seiner Cousine Bellatrix Lestrange durch einen magischen Torbogen in den Tiefen der Mysteriumsabteilung des Zaubereiministeriums fällt. Als seinen Erben hat Sirius Harry eingesetzt, der von ihm das Haus am Grimmauldplatz 12 inklusive des Hauselfen Kreacher erbt.

Da Sirius ein Black ist, ist er mit den Malfoys, den Tonks, den Lestranges und den Weasleys verwandt. Die Familie Black hat sich bis auf ein paar Ausnahmen der schwarzen Magie verschrieben. Sein jüngerer Bruder Regulus war ein Todesser, der dann aber zu sehr von den Untaten des Lord Voldemort verschreckt wurde. Laut Sirius' Aussage hat Regulus die Flucht vor dem Dunklen Lord nicht überlebt.

Sirius Black wird im dritten bis fünften Film von Gary Oldman dargestellt. Sein 15-jähriges Ich wird im fünften Film von James Walters gespielt.

James Potter

James Potter († 31. Oktober) ist der Vater von Harry Potter. Er wurde von Lord Voldemort getötet, als Harry 15 Monate alt war. Vor seinem Tod war er Mitglied des Phönixordens. Als Jugendlicher war er eng mit Remus Lupin (genannt Moony), Sirius Black (genannt Tatze) und Peter Pettigrew (genannt Wurmschwanz) befreundet. Genau wie Sirius und Peter war James ein unregistrierter Animagus, damit sie die Vollmond-Nächte gemeinsam mit dem Werwolf Remus verbringen konnten. James konnte sich in einen Hirsch verwandeln, daher stammte auch sein Spitzname Krone (im Original: Prongs). Wie sich im 3. Band herausstellt, ist der Patronus von Harry ebenfalls ein Hirsch. In seiner Schulzeit war James Jäger und Kapitän des Gryffindor-Quidditchteams. James hatte eine große Abneigung gegen Severus Snape, der zur selben Zeit Schüler in Hogwarts war, und zeigte diese auch offen durch Arroganz und Überheblichkeit. Jedoch rettete er Snape das Leben, nachdem Sirius es vorher in Gefahr gebracht hatte. Nach seiner Schulzeit heiratete er Lily Evans, die er in Hogwarts kennengelernt hatte.

Lily Potter

Lily Potter, geb. Evans († 31. Oktober), ist die Mutter von Harry Potter, der er seine grünen Augen verdankt. Ihre Eltern sind Muggel, weshalb sie sich in der Schule zumindest einmal als Schlammblut von Severus Snape beschimpfen lassen musste. Sie wurde genau wie ihr Mann James von Lord Voldemort getötet, als Harry 15 Monate alt war. Es heißt, dass Voldemort Harry nur deswegen nicht töten konnte, weil seine Mutter sich für ihn aus Liebe geopfert hatte. Auch Lily war früher ein Mitglied des Phönixordens. Sie war die Schwester von Petunia Dursley.

Wie ihr ehemaliger Zaubertranklehrer, Horace Slughorn, im 6. Band erzählt, war Lily im Tränkebrauen außerordentlich begabt. Während ihres fünften Jahrs in Hogwarts versuchte sie, den damals von ihr verabscheuten James von seinen „Scherzen“ Snape gegenüber abzubringen. In ihrem 5. Schuljahr wurde sie zusammen mit Remus Lupin zum Vertrauensschüler, im 7. Schuljahr zusammen mit James Potter zur Schulsprecherin ernannt.

Alice und Frank Longbottom

Alice und Frank Longbottom sind die Eltern von Neville Longbottom. Im 4. Band erfährt man, dass Frank und seine Frau Alice von Todessern bis zum Wahnsinn gefoltert wurden und seitdem im St.-Mungo-Hospital leben. Dieser schwere Schicksalsschlag könnte ein Grund dafür sein, dass sich Neville bei allem, was er tut, sehr unsicher und trottelig anstellt. Im 5. Band begegnen Harry Potter und seine Freunde ihnen, als sie sich in dem Krankenhaus umsehen.

Vor dem Anschlag waren Frank und Alice Longbottom sehr gute Auroren und brachten viele der grausamsten Todesser nach Askaban. Im 4. Band beobachtet Harry Potter die Gerichtsverhandlung durch Albus Dumbledores Denkarium, in der die Todesser, die sie in den Wahn getrieben haben, verurteilt werden.

Arabella Figg

Arabella Doreen Figg ist eine Nachbarin der Dursleys, die in Harrys jüngeren Jahren des Öfteren auf ihn aufgepasst hat, wenn die Dursleys außer Haus waren. Niemand hätte sie je für etwas anderes als eine ganz gewöhnliche Muggel gehalten. Dies ändert sich – aufmerksame Leser werden schon in Band 4 etwas geahnt haben – schlagartig in Band 5, als sie plötzlich als Squib und verdeckte Mitarbeiterin von Dumbledores Phönixorden sowie heimliche Wächterin Harrys enttarnt wird.

Arabella Figg wird im fünften Film von Kathryn Hunter dargestellt.

Kingsley Shacklebolt

Kingsley Shacklebolt ist ein Auror, der in Band 5. erstmals erwähnt wird. Er ist Mitglied der Leibgarde des Phönixordens, die Harry beim 5. Band aus dem Haus der Dursleys zum Grimmauldplatz 12 eskortiert. Im Ministerium hat Shacklebolt die Aufgabe die Suche nach Sirius Black voranzutreiben, was er jedoch als Mitglied des Ordens zu verhindern weiß.

Im gleichen Band spielt Shacklebolt eine wichtige Rolle, indem er Marietta Edgecombe mit einem Gedächtniszauber daran hindert, Details über die DA (Dumbledores Armee) Preis zu geben.

Shacklebolt eilt Harry und seinen Freunden zu Hilfe, als diese in der Mysteriumsabteilung des Zaubereiministeriums in die Kämpfe mit den Todessern verwickelt werden. Er kann den Tod von Sirius Black jedoch nicht verhindern, da er selbst von Sirius Mörderin, Bellatrix Lestrange, besiegt wird.

In Band 6 übernimmt Kingsley Shacklebolt wiederum eine offenbar wichtige Rolle. Es geht um die Sicherheit des Muggelpremierministers, die er anscheinend gewährleisten soll, denn er wird vom Zaubereiministerium als Sekretär des Premiers eingeschleust. Der Premier ist mit der Arbeit sehr zufrieden, jedoch zuerst geschockt als er erfährt, dass Shacklebolt ein Zauberer ist.

Nymphadora Tonks

Tonks, wie sie am liebsten nur genannt werden möchte, ist als Metamorphmagus in der Lage, ihr äußeres Erscheinungsbild (z. B. ihre Haarfarbe) allein durch ihren Willen, ohne Zuhilfenahme von Zauberstab oder Zaubertränken, nahezu beliebig zu verändern. Dies macht sie zu einem wichtigen Mitglied des Phönixordens, das außerdem jederzeit bereitwillig als Harrys Wächterin zur Verfügung steht. Die Freude an ihrer Hilfsbereitschaft wird nur durch ihre grenzenlose Schusseligkeit getrübt, da sie das Chaos förmlich anzieht und kein Tellerstapel vor ihr sicher ist. Sie ist die Tochter der Andromeda Tonks (geb. Black) und des muggelstämmigen Ted Tonks. Durch die Herkunft ihrer Mutter ist sie die Nichte von Lucius und Narzissa Malfoy sowie von Bellatrix und Rodolphus Lestrange und Sirius' Nichte zweiten Grades. Tonks ist außerdem Mitglied des Phönixordens und Aurorin, sie arbeitet also für das Ministerium.

Am Ende des 6. Bandes stellt sich heraus, dass sie in Remus Lupin verliebt ist. Das zeigt sich andeutungsweise schon vorher dadurch, dass sich ihr Patronus verändert hat und nun die Gestalt eines Wolfs annimmt. Lupin ist zwar zunächst der Meinung, Tonks habe jemand besseren als ihn verdient, da er selbst „zu alt, zu arm und zu gefährlich“ sei. Allerdings sitzen sie bei der Beerdigung von Albus Dumbledore nebeneinander und halten Händchen.

Nymphadora Tonks wird im fünften Film von Natalia Tena gespielt.

Arthur Weasley

Arthur Weasley (* 6. Februar), das Oberhaupt der Weasley-Familie (Arthur, Variante von Arthus, König (und damit Oberhaupt) Englands), war zunächst Leiter des Büros gegen den Missbrauch von Muggelartefakten im Zaubereiministerium, zeigt dabei jedoch manche Unkenntnis über die Muggelwelt und deren Gegenstände. Außerdem ist er eine Art Onkel zweiten Grades von Sirius Black. Als Liebhaber von Muggelartefakten baut er immer wieder Lücken in die Gesetze ein, um zum Beispiel einen alten Ford Anglia zu verzaubern.

Arthur Weasley ist fasziniert von allen Gegenständen, welche nichtmagische Menschen benutzen (vor allem von Elektrogeräten) und besitzt, zum Schrecken seiner Frau, eine riesige Sammlung von Steckern und Batterien. Er hat ein kleines, enges Büro und wird sehr schlecht bezahlt. Gerüchten, dass er als Nachfolger von Cornelius Fudge Zaubereiminister wird, hat J.K. Rowling eine Absage erteilt. Unter dem neuen Zaubereiminister Rufus Scrimgeour wird er, wie so lange erhofft und zur großen Freude seiner Frau Molly und der ganzen Familie, zum Leiter des Büro zur Ermittlung und Beschlagnahmung gefälschter Verteidigungszauber und Schutzgegenstände befördert.

Harry lernt Arthur in seinem zweiten Schuljahr kennen. In diesem Jahr lernt Arthur auch die Eltern von Hermine kennen und nutzt die Gelegenheit um sich näher mit der Muggelwelt (ihrem Geld und dem öffentlichen Verkehr) zu beschäftigen.

Arthur Weasley ist Mitglied im Phönixorden und hat diesem als Mitarbeiter im Ministerium einige nützliche Dienste erwiesen. Er ist im Einsatz für den Phönixorden bereits beinahe getötet worden. Harry fühlt sich bei Arthur Weasley besonders wohl, da dieser ihn nicht wegen seiner Narbe mag, sondern Interesse an ihm als Mensch – vor allem als Informationsquelle über Muggel – zeigt. Er und seine Frau Molly behandeln Harry wie ein eigenes Kind.

Arthur Weasley wird im zweiten bis fünften Film von Mark Williams dargestellt.

Arthur Weasley teilt seinen Vornamen mit dem bekannten engl. Feldherren und Premierminister Arthur (1.)Duke of Wellington (vormals Wellesley). Sein Nachname weißt Ähnlichkeit mit dem des Vaters von Wellington aus (Garret Wesley; Arthur Weasley). Des Weiteren sollen Wellington und nähere Verwandte alle rotes Haar besessen haben. (Ähnlich den Weasleys bei H.P.)

Molly Weasley

Molly Weasley hieß vor ihrer Heirat mit Arthur Weasley Molly Prewett. Wie aus dem vierten Kapitel des „Harry Potter und der Feuerkelch“ hervorgeht, gehören zu Voldemorts Opfern auch nahe Verwandte Mollys. Sie ist eine gutmütige Frau, die auch Harry als ihren Sohn ansieht. Da sie weiß, wie es ist, Familienangehörige zu verlieren, gilt ihre Hauptsorge der Sicherheit ihrer Familie. Doch auch sie weiß, dass es mit Voldemort keine Sicherheit geben kann, deshalb bekämpft sie Voldemort als Mitglied des Phönixordens. Jedoch hat sie schreckliche Angst ihre Familie zu verlieren, vor allem weil die Hälfte davon im Orden ist.

Ihr wäre es am liebsten, alle ihre Kinder würden eine sichere Arbeit im Ministerium bekommen. Dem Plan der Zwillinge, einen Scherzartikelladen (in der Winkelgasse, mit einer Angestellten sowie einer Ladenwohnung) zu eröffnen, kann sie am Anfang nichts abgewinnen. Erst als sie sieht, wie erfolgreich die beiden sind, findet sie sich damit ab. Doch sie wird sich nie mit der Leidenschaft ihres Mannes Arthur für Muggel und alles was mit ihnen zu tun hat, abfinden. Auch wenn Molly nichts gegen muggelstämmige Zauberer hat, kann man nicht übersehen, dass sie wie viele andere in der Zaubererwelt eine gewisse Abneigung, wenn nicht gar Überlegenheit, nichtmagischen Menschen gegenüber empfindet. Ebenso sollte man es tunlichst vermeiden, sie zu sehr zu reizen. Im Normalfall ist sie ein liebenswerter Mensch – aber wenn sie explodiert, sollte man möglichst an einem anderen Ort sein.

Molly Weasley wird im ersten bis dritten und im fünften Film von Julie Walters gespielt.

Bill Weasley

Er ist der älteste Weasley-Sohn, zwei Jahre älter als Charlie. In Hogwarts war er nicht nur Vertrauensschüler sondern auch noch Schulsprecher. Eine Zeit lang arbeitete er für die Zaubererbank Gringotts als Fluchbrecher in Ägypten. Diese Stelle gibt er im fünften Band jedoch auf und nimmt einen Schreibtischjob im Zaubereiministerium an, um so den Orden des Phönix besser unterstützen zu können. Beim Kampf um Hogwarts wird er von Fenrir Greyback gebissen und dadurch entstellt. Da Fenrir Greyback aber zu diesem Zeitpunkt nicht verwandelt war, wird am Ende des 6. Bandes die Erwartung geweckt, dass Bill nicht sehr stark durch die Werwolfinfektion beeinflusst werden wird.

Er trägt einen Schlangenzahn als Ohrring und hat lange rote Haare, die seine Mutter liebend gerne etwas kürzen würde. Fleur Delacour findet Gefallen an ihm, die beiden werden ein Paar und wollen heiraten(4. – 6. Buch). Die Veränderung von Bill macht Fleur nichts aus, anders als Mrs. Weasley dachte oder vielleicht sogar gehofft hat.

Wie Charlie war auch Bill ein talentierter Quidditchspieler, er war Hüter.

Charlie Weasley

Ist drei Jahre älter als Percy. Er wurde am 12. Dezember als zweiter Sohn von Arthur und Molly Weasley geboren. Er wird zwar nicht als dick, aber doch als sehr kräftig in den Büchern beschrieben. Charlie hat, wie sein Bruder Bill, Hogwarts abgeschlossen und arbeitet in einem Drachenreservat in Rumänien. Er hat durch seine Arbeit viele Brandwunden auf dem Körper.

Charlie war ein extrem talentierter Quidditch-Spieler. Wäre nicht seine Liebe zu den Drachen, hätte er Nationalspieler Englands werden können. Wie Harry ist er ein Sucher.

Im fünften Band schließt sich Charlie dem Phönixorden an.

Mundungus Fletcher

Mundungus Fletcher ist zwar ein unzuverlässiger Gauner und Betrüger, hat aber sein Herz am rechten Fleck. Seine Unzuverlässigkeit kommt zum Beispiel dadurch zum Ausdruck, dass er in Band 5 Kap.1 seinen Wachdienst vor dem Haus der Dursleys vernachlässigt, wodurch Harry von Dementoren angegriffen werden kann.

Sirius äußert über ihn, Mundungus sei für den Orden sehr nützlich, da er jeden Gauner in Britannien kenne. In Band 6 wird er heftig von Harry angegriffen, nachdem dieser bei ihm gestohlene Dinge aus dem Hause der Familie Black, das nun Harry gehört, findet. Später wird er wegen eines Einbruchs nach Askaban gebracht.

Weitere Mitglieder

Weitere Mitglieder des Phönixordens sind Remus Lupin, Alastor „Mad-Eye“ Moody, Severus Snape, Minerva McGonagall, Rubeus Hagrid und als der Geheimniswahrer des Hauptquartiers so etwas wie der Anführer des Ordens, Albus Dumbledore und dessen Bruder Aberforth, der kurz im ersten Phönixorden mitwirkte.

Feinde

Lord Voldemort

Lord Voldemort ist der dunkle Antagonist des Helden Harry Potter, er ist der wohl größte schwarze Magier aller Zeiten. Im Roman als Tom Vorlost Riddle (im englischen Original Tom Marvolo Riddle) von einer Hexe und einem Vater, der ein Muggel ist, abstammend, entwickelt er sich an der Zaubererschule Hogwarts zu einem der mächtigsten dunklen Magier. Er ist damit in gewisser Hinsicht der erfolgreichste Absolvent des Hauses Slytherin. Er tritt nicht als Fürst und Feldherr auf, sondern, in „Muggel“-Begriffen gesagt, als Führer einer „terroristischen Sekte“, die mit schwarzer Magie die Unsterblichkeit und absolute Macht erreichen will und dabei ein rassistisches Gedankengut

Die Schreckensherrschaft von Lord Voldemort veranlasst die Menschen dazu, ihn nicht mit Namen zu nennen. Selbst in der Zaubererzeitung „Der Tagesprophet“ wird er nur mit Du-weißt-schon-wer oder Er, dessen Name nicht genannt werden darf (im Original You know who oder He Who Must Not Be Named) bezeichnet, seltener mit "dunkler" oder „schwarzer Lord“ (im Original Dark Lord), diese Bezeichnung benutzen die Todesser.

Nur wenige Zauberer nennen Voldemort bei seinem Namen, dazu gehören neben Harry Potter unter anderem Albus Dumbledore, Sirius Black, Remus Lupin und später auch Hermine Granger. Vol de mort ist französisch „der Flug des Todes“ oder „Diebstahl des Todes“. Professor Dumbledore redet Voldemort mit seinem Geburtsnamen Tom an.

Im Kampf um die Weltherrschaft schart Lord Voldemort seine Anhänger, die Todesser um sich und beginnt damit, seine Gegenspieler unter den Weißmagiern umzubringen. Darunter fallen auch alle, die ihm in irgend einer Art und Weise in die Quere kommen. Harrys Eltern, James und Lily sind nur gestorben, weil sie Harry beschützt haben, der aufgrund einer Prophezeiung sterben sollte. Als er auch Harry töten wollte, wurde er seines Körpers beraubt und verlor seine Macht. Harry behielt an der Stirn eine blitzförmige Narbe zurück. Seither strebt Voldemort nach einer Chance zur Rückkehr und nach Rache an Harry.

Niemand wusste, ob Voldemort gestorben war oder noch lebte, bis Harry sein erstes Schuljahr in Hogwarts antrat und ihm begegnete. Er wehrte seinen Angriff mehrmals ab, bis es Voldemort im vierten Band (Harry Potter und der Feuerkelch) mit der unfreiwilligen Hilfe Harrys gelang, seinen Körper wiederzuerlangen. Dennoch entkam Harry ihm wieder, wie auch in Band Fünf. Im aktuellen Band 6 tritt Voldemort selbst gar nicht in Erscheinung, man bekommt lediglich die schrecklichen Auswirkungen seiner Rückkehr mit.

Voldemorts und Harry Potters Schicksal scheinen auf geheimnisvolle Weise verknüpft. Harry und Dumbledore erkunden dies gemeinsam in Band 6, indem sie aus Erinnerungen verschiedenster Personen Voldemorts Lebensgeschichte rekonstruieren.

Voldemorts wahrer Name ist im englischen Original Tom Marvolo Riddle (engl. riddle = Rätsel). In der deutschen Übersetzung heißt er hingegen Tom Vorlost Riddle. Die Namensänderung wurde vorgenommen, damit man ein passendes Anagramm bilden kann. (Englisch: Tom Marvolo Riddle = I am Lord Voldemort; Deutsch: Tom Vorlost Riddle = Ist Lord Voldemort).

Tom Vorlost Riddle ist Sohn des Muggels Tom Riddle und der Slytherin-Nachfahrin Merope Gaunt. Merope band ihren Geliebten zunächst durch magische Mittel an sich. Tom Riddle verließ Merope nach der Hochzeit, obwohl sie schwanger war, als er erfuhr, dass sie eine Hexe war. Voldemort hasst daher seinen Vater und tötete ihn und dessen Eltern später. Da seine Mutter sehr arm war und bei der Geburt Voldemorts starb, wuchs er in einem Waisenhaus auf. Seinen zweiten Namen „Vorlost“ erhielt er nach seinem Großvater Vorlost Gaunt.

Während seiner Schulzeit strebte Riddle danach, die Kammer des Schreckens zu öffnen, was ihm dann im Alter von 16 Jahren auch gelang. Nachdem der Basilisk eine Schülerin (die Maulende Myrte) getötet hatte, präsentierte er Hagrid als vermeintlichen Schuldigen und erhielt dafür die "Auszeichnung für besondere Verdienste um Hogwarts"

Voldemort hat sein halbes Leben damit verbracht, nach Dingen zu suchen, die in irgendeiner Weise mit den Hogwartsgründern zu tun hatten. Z.B. den Ring von Slytherin, Slytherins Medaillon und einen Trinkkelch von Helga Hufflepuff. Um weitere Gegenstände an sich zu nehmen, bewarb er sich um die Stelle des Lehrers in Verteidigung gegen die dunklen Künste. Zum ersten Mal tat er dies kurz nach seinem Schulabschluss, als Prof. Armando Dippet Schulleiter war und Prof. Dumbledore Lehrer. Prof. Dippet hatte abgelehnt, weil Tom Riddle noch zu jung war, er solle in ein paar Jahren wieder kommen. Nach ein paar Jahren kam Tom Riddle wieder, aber jetzt war Dumbledore Schulleiter und erteilte ihm eine erneute Absage. Von diesem Tage an liegt ein Fluch auf dem Posten des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste: Jeder Lehrer hält nur ein Jahr aus.

Lord Voldemort ist quasi unsterblich. Die Horkruxe (Gegenstände, in die man nach einem Mord den abgespaltenen Teil seiner Seele "füllen" kann) machen ihn unsterblich, solange sie nicht zerstört werden. Als „Erbe Slytherins“ benutzt er einen der Horkruxe (sein altes Tagebuch), um im zweiten Band Ginny Weasley dazu zu verleiten, die Kammer des Schreckens zu öffnen. Wahrscheinlich hatte Lord Voldemort aber noch andere Horkruxe, weshalb die Zerstörung des ersten ihn noch nicht tötete. Einen weiteren (den Ring, der einst Voldemorts Großvater gehörte) zerstört Dumbledore im Laufe des 6. Bandes. Ein dritter (Slytherins Medaillon, das Voldemorts Mutter Merope vormals trug) wurde von dem geheimnisvollen R.A.B. entwendet und wahrscheinlich bereits zerstört. Dumbledore vermutet, dass der 6. (damit besteht seine Seele aus 7 Teilen, die mächtigste magische Zahl) und letzte Horkrux die Schlange „Nagini“ ist, die Voldemort häufig begleitet.

Der jugendliche Tom Riddle wird im zweiten Film von Christian Coulson verkörpert. Ralph Fiennes stellt ihn ab dem vierten Film dar.

Todesser

Die Anhänger Voldemorts werden Todesser (im engl. Original Death-Eater) genannt und hießen vormals „Walpurgisritter“ (engl. Knights of Walpurgis). Zu ihnen gehören unter anderem Lucius Malfoy, Peter Pettigrew, Walden Macnair und die Väter von Crabbe, Avery, Goyle und Nott und viele der Blacks (Bellatrix, Narzissa, Regulus), sowie noch Antonin Dolohow, Augustus Rookwood und viele mehr. Während manche Todesser nach dem Fall Voldemorts zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, blieben andere aus Mangel an Beweisen auf freiem Fuß, da sie zum Teil behaupteten, Voldemort hätte sie verhext, ihm zu folgen. Charakteristisch für die Todesser ist ihr immer gleiches Auftreten: Stets in Gruppen, gehüllt in einen schwarzen Umhang und das Gesicht durch eine silberne Maske verborgen.

Im 6. Band glaubt Harry, dass auch Draco Malfoy, sein Erzfeind in Hogwarts, in die Reihen der Todesser aufgenommen wurde.

Barty Crouch jr.

Sohn von Bartemius Crouch senior und nach eigenen Angaben treuster Diener Voldemorts. Er wurde zusammen mit Bellatrix Lestrange, ihrem Ehemann Rodolphus und dessen Bruder Rabastan wegen der Folterung von Alice und Frank Longbottom vom Rat für das Magische Gesetz zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe in Askaban verurteilt. Der letzte Wunsch seiner todkranken Mutter war es, dass er in Freiheit lebt und so überredete sie seinen Vater einen Austausch vorzunehmen.

Barty Crouch jr., genau wie seine Mutter nahmen bei einem Besuch seiner Eltern in Askaban je einen Schluck des Vielsaft-Trankes mit den Haaren des jeweils anderen. Die Dementoren merkten den Austausch nicht und so schmuggelte sein Vater ihn aus dem Gefängnis, während seine Mutter dort wenig später starb. Wieder zu Hause machte Barty Crouch sen. seinen Sohn mit Hilfe des Imperius-Fluch gefügig und versteckte ihn unter einem Tarnumhang. Sein Sohn schaffte es nach einer Weile gegen den Imperius-Fluch anzukämpfen, so auch bei der Quidditch-Weltmeisterschaft. Er beschwor mit Harrys Zauberstab das dunkle Mal an den Nachthimmel und verbreitete damit Angst und Schrecken.

Als Voldemort durch die Informationen von Bertha Jorkins zum Hause der Familie Crouch kommt, überwältigt er Crouch sen. und erteilt dessen Sohn den Auftrag, als Alastor Moody nach Hogwarts zu gehen, um Harry Potter durch das Trimagische Turnier zu bringen. Dazu überfällt Crouch jr. diesen in dessen Haus und verwandelt sich mit dem Vielsaft-Trank in Moody.

Nachdem er Potter durch alle Aufgaben gebracht hat und dieser von seiner Begegnung mit dem Dunklen Lord auf dem Friedhof zurückkehrt, entführt er Harry, wird aber wenig später von Dumbledore überwältigt. Unter Einwirkung von Veritaserum gesteht Barty Crouch jr., dass er seinen Vater umbrachte als dieser gegen den Fluch von Voldemort begann anzukämpfen und geflohen war. Albus Dumbledore entlockte ihm ein umfangreiches Geständnis. Doch der Zaubereiminister Fudge sah seine Sicherheit gefährdet, als man ihm davon berichtete, dass man den Todesser gefangengenommen habe, der für die Taten jenes Abends verantwortlich war. Fudge brachte einen Dementor mit in die Schule, der Barty Crouch jr. daraufhin „küsste“ und dessen Seele aussaugte.

Barty Crouch jr. wird im Film von David Tennant gespielt.

Lucius Malfoy

Dracos Vater, Lucius Malfoy, ist ein treuer Anhänger Voldemorts. Er versucht regelmäßig durch Bestechungen und Intrigen Dumbledore als Schulleiter absetzen zu lassen, erreicht dadurch aber lediglich, dass er in Harry Potter und die Kammer des Schreckens seine Stellung als Schulrat verliert.

In Band 5 wird Harry Zeuge, wie der Zaubereiminister Fudge anscheinend von Lucius Malfoy bestochen wird. Aufgrund seiner dunklen Machenschaften landet er schließlich in Askaban.

Lucius (lat: luzifer Lichtbringer, der erleuchtete) leitet sich ab vom dem gefallenen Lichtengel Luzifer (auch Teufel, Satan)

Lucius Malfoy wird im zweiten, vierten und fünften Film von Jason Isaacs dargestellt.

Bellatrix Lestrange

Bellatrix ist eine geborene Black, die Schwester von Narzissa Malfoy und Andromeda Tonks, sowie die Cousine von Sirius Black. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Rodolphus folterte sie die Eltern von Neville Longbottom (Frank und Alice) bis zum Wahnsinn, und wurde daraufhin mit ihrem Ehemann, dessen Bruder Rabastan und Barty Crouch jr. zu lebenslanger Haft in Askaban verurteilt. Bellatrix verbrachte ca. 14-15 Jahre in Askaban und brach schließlich mit neun anderen Todessern aus. Sie bezeichnet sich selbst als die treuste Dienerin des dunklen Lords. Im Kampf mit ihr wurde Sirius im 5. Band getroffen, fiel durch einen Torbogen in der Mysteriumsabteilung des Zaubereiministeriums und verschwand. Im 6. Band hat sie eine großartige Szene, als ihre Schwester Narzissa Snape um Hilfe ersucht, da Draco vom Dunklen Lord einen sehr gefährlichen Auftrag erhalten hat.

Wie Sirius trägt sie einen Sternennamen: Bellatrix ist ein heller Stern im Orion, dem „Großen Jäger“.

Bellatrix Lestrange wird im fünften Film von Helena Bonham Carter gespielt.

Peter Pettigrew

Alias Wurmschwanz (im Original Wormtail) (so genannt wegen seiner Fähigkeit als Animagus, sich in eine Ratte zu verwandeln – in dieser Gestalt war er 12 Jahre das Haustier der Weasleys, der letzte „Besitzer“ war Ron) stößt nach Harrys drittem Schuljahr auf der Flucht vor seinen ehemaligen Freunden zu Voldemort. Er hatte vor vielen Jahren das Versteck von Harrys Eltern an ihn verraten, danach täuschte er seine eigene Ermordung durch Sirius Black vor (schnitt sich einen Finger ab, der der einzige Überrest sein sollte), so dass alle Welt diesen für den Verräter hielt. Im vierten Band verhilft er Voldemort zu einem neuen Körper und opfert dafür seine rechte Hand. Mittels eines unbekannten Zaubers ersetzt Voldemort die Hand, die von da an einen silbern schimmernden Überzug hat.

Im dritten und vierten Film wird Peter Pettigrew von Timothy Spall dargestellt. Der jugendliche Peter Pettigrew wird im fünften Film von Charles Hughes verkörpert.

Narzissa Malfoy

Narzissa Malfoy ist die Ehefrau von Lucius Malfoy und Mutter von Draco. Ihre Schwestern sind Bellatrix Lestrange und Andromeda Tonks, wobei Narzissa die Jüngste der Drei ist. Sie entstammen der Familie Black. Sie wird als schlank, groß und blond beschrieben, und wäre schön, wenn sie nicht ein Gesicht machen würde, „als hätte sie einen üblen Geruch in der Nase“ (s. Band 4).

Narzissa wurde nie ausdrücklich als Todesser genannt, jedoch lässt ihre Ehe mit Lucius Malfoy und die Verbindung zu Schwester Bellatrix darauf schließen, dass sie zumindest zum weiteren Kreis der Todesser gehört und mehr als nur eine stille Sympathisantin ist. Bei aller Kritik an ihrer Arroganz und Kaltblütigkeit beweist sie zumindest, dass sie ihren Sohn liebt. Im 6. Band legt sie zum Schutz von Draco den Unbrechbaren Schwur mit Severus Snape ab, der Draco beschützen und bei allen Aufgaben helfen soll, die dieser von Lord Voldemord aufgetragen bekommt. Das ist ein Gefühl, das man ihr nicht unbedingt zugetraut hätte.

Ihr Name ist die weibliche Form von Narcissus, der sich laut der griechischen Mythologie in sein eigenes Spiegelbild verliebte, kann jedoch auch als Hinweis auf die Zierpflanze Narzisse verstanden werden, die wohlduftend ist und über wunderschöne Blüten verfügt, jedoch auch giftige Eigenschaften besitzt.

Regulus Black

Der Bruder von Sirius Black hat sich nach seiner Schulzeit (Haus Slytherin) den Todessern angeschlossen. Nachdem er sich abgesetzt hatte, wurde er, um die Zeit von Harrys Geburt herum, von Voldemort oder einem Todesser getötet.

Regulus ist nach dem hellsten Stern im Sternbild Löwe benannt (lat. regulus „Kleiner König, Prinz“, was darauf hinweist, dass Sirius' Bruder der Liebling der Familie war). Bei ihm könnte es sich um den in Band 6 genannten R.A.B. handeln, der Merope Gaunts Medaillon an sich gebracht hat, wobei das A. für Arcturus oder Alphard stehen könnte (beide sind relativ helle Sterne und kommen in der Familie Black vor). Außerdem lautet die Anrede im Brief des leeren Amulettes „dunkler Lord“, ein eindeutiges Indiz dafür, dass derjenige, der den Horcrux gestohlen hat, ein Todesser war.

Fenrir Greyback

Fenrir Greyback (Fenrir ist der Bringer des Weltuntergangs in Gestalt eines Wolfes aus der germanischen Mythologie) ist der Werwolf, der Remus Lupin als kleinen Jungen gebissen hat.

Laut Lupin ist er der vielleicht blutrünstigste lebende Werwolf, und er möchte soviele Leute wie nur möglich in Werwölfe verwandeln. Er ist dafür bekannt, eine besondere Vorliebe für Kinder zu haben. Diese beißt er, um sie dann selbst aufzuziehen und ihnen einen Hass auf normale Zauberer einzupflanzen. Im Gegensatz zu anderen Werwölfen plant er gezielt seine Angriffe. Er arbeitet für Lord Voldemort und redet den anderen Werwölfen ein, dass sie es unter dessen Herrschaft besser haben würden.

Im sechsten Band ist Remus Lupin im Auftrag von Dumbledore als Spion zu den Werwölfen gesandt worden. Er versucht anscheinend gegen die Versprechungen von Fenrir Greyback anzukommen und sie von Lord Voldemorts Seite zu holen, aber er sagt auch, dass es wohl sehr schwierig sei solange Greyback lebt.

Im sechsten Band bekommen Hermine, Ron und Harry, als sie Draco Malfoy von der Winkelgasse in die Nokturngasse zu „Borgin und Burkes“ folgen, mit Hilfe der Langziehohren von Fred und Georg Weasley mit, dass dieser etwas von dem derzeitigen Ladenbesitzer Mr. Borgin repariert haben will und er auf Grund dessen immer mal wieder Greyback vorbei schicken möchte, damit er kontrolliert, ob Borgin auch wirklich fleißig am reparieren ist.

Im sechsten Teil wird Rons Bruder Bill Weasley ebenfalls von Fenrir Greyback angefallen. Doch da nicht Vollmond war, was bedeutet, dass Fenrir Greyback zur Zeit des Angriffs nicht in einen Werwolf verwandelt war, wurde Bill nicht zu einem richtigen Werwolf. Er hat nur einige Eigenschaften eines Werwolfes, zum Beispiel die Vorliebe für blutiges Steak. Dazu kommt noch, dass die Wunden, die Greyback Bill zugefügt hat, verflucht sind und nie richtig verheilen werden.

Weitere Todesser sind z.B. noch Anthonin Dolohow (er wurde wegen der brutalen Morde an Fabian und Gideon Prewett – Molly Weasleys Brüdern verurteilt) und Augustus Rookwood (er gab Informationen des Zaubereiministeriums an Lord Voldemort weiter).

Angestellte des Zaubereiministeriums

Cornelius Fudge

Cornelius Oswald Fudge ist Zaubereiminister Großbritanniens und Träger des Orden des Merlin, 1. Klasse. Er ist kein eigentlicher Feind Harry Potters, aber als gleichermaßen unfähiger wie intriganter Zaubereiminister eine große Bedrohung. Fudge leugnet die Wiederkehr Lord Voldemort und hintertreibt systematisch alle Versuche, Voldemort und seine Anhänger (die es seiner Auffassung nach ja gar nicht mehr gibt) endgültig zu besiegen. Fudges größte Sorge ist, als Minister von Albus Dumbledore entmachtet und abgelöst zu werden.

Fudge ist ein weiches Bonbon – etwa wie Schokokaramel – und bedeutet auch "Unsinn reden, sich mit Worten einnebeln". Es weist Ähnlichkeiten mit lat. fugere "fliehen, (ver)meiden, verschmähen" auf, wodurch sich Fudges Politik und persönliches Engagement durchaus auszeichnet. „Cornelius“ klingt pompös-lateinisch und war der Name einer römischen Patrizierfamilie (reinblütig?, konservativ); aber die Koseform Corny bedeutet „spießig, veraltet“.

Am Ende von Harry Potter und der Feuerkelch weigert Fudge sich anzuerkennen, dass Voldemort zurück ist, und in Harry Potter und der Orden des Phönix verbreitet Fudge Gerüchte und setzt den Tagespropheten, die Zaubererzeitung, unter Druck, um Harry Potter und Albus Dumbledore zum Schweigen zu bringen, von denen er glaubt, sie wollten gegen ihn putschen, deshalb auch seine Bemühungen, Hogwarts unter die Kontrolle des Zaubereiministeriums zu bringen, nicht zuletzt mit der Einsetzung von Dolores Umbridge als Großinquisitorin. Am Ende des Buches muss Fudge einsehen, dass Voldemort zurück ist. Aufgrund seines Versagen wird Fudge schließlich (im darauffolgenden Buch 6) von Rufus Scrimgeour als Zaubereiminister abgelöst, verbleibt aber im Ministerium.

Cornelius Fudge wird im zweiten bis fünften Film von Robert Hardy gespielt.

Ludo Bagman

Ludovic Bagman war Leiter der Abteilung für magische Spiele und Sportarten. Er nahm seinen Job zwar nicht ernst, war aber als ehemaliger Treiber der Wimborner Wespen und auf Grund der daraus folgenden Begeisterung für magische Spiele und Sportarten trotzdem gut für seinen Job geeignet. In einer Anklage wegen Spionage für die Todesser wurde Bagman freigesprochen. Ihm wurde allerdings sein Hang zum Wetten zum Verhängnis. Im vierten Band verliert er eine Wette gegen einige Kobolde und kann seine Wettschulden nicht bezahlen. Also setzt er viel Geld auf Harry im Trimagischen Turnier. Doch als Harry gewonnen hat, argumentieren die Kobolde, er habe ja nicht alleine gewonnen, da Harry sich den Sieg mit Cedric Diggory teilte und erlassen Bagman die Schulden nicht. Also muss Bagman untertauchen. Sein Aufenthaltsort bleibt bis zum Ende des 6. Bandes unbekannt.

Bartemius Crouch Sen.

Barty Crouch Sen. wirkt auf seine Umgebung steif, pflichtbewusst und gleichzeitig launisch. Sein Sinn für Humor ist verschwindend gering. Er lebt von der Öffentlichkeit zurückgezogen und verbringt seine Zeit mit der Arbeit für das Ministerium. Andererseits ist er aber auch als höchst ehrenhaft und zuverlässig bekannt und wird so von seinen Kollegen sehr geschätzt.

To crouch bedeutet im Englischen eine gebückte Haltung einnehmen, sich zusammenkauern, auf dem Sprung sein. Bartholomäus oder auch Bartemäus ist in der Bibel ein blinder Bettler.

Im Band Harry Potter und der Feuerkelch taucht er zum ersten mal auf. Er ist der Vorgesetzte von Rons Bruder Percy, der ihm absolut treu und hörig ist. Doch manchmal findet Mr. Crouch auch, dass Percy zu eifrig ist. Aber obwohl Percy so gut arbeitet, kann Crouch sich Percys Namen nicht merken. Stattdessen nennt er ihn Weatherby.

Von seiner strengen Haltung bleibt auch seine Familie nicht verschont: als er seinen einzigen Sohn Barty jr. zu lebenslanger Askaban-Haft verurteilt, bricht seine Frau, die er wie niemanden sonst liebt, zusammen und er erfüllt der Todgeweihten ihren letzten Wunsch. Unter Zuhilfenahme von Vielsafttrank tauscht die Mutter den Platz mit dem Sohn in Askaban. Fortan lebt Barty jr. versteckt und unter der Herrschaft des Imperius-Fluches beim Vater und der Hauselfe Winky. Als Barty jr. aber wieder stärker wird, befreit er sich von dem Fluch und belegt stattdessen seinen Vater damit. Bartemius Crouch Senior wird von seinem eigenen Sohn am Ende des 4. Harry-Potter-Bandes getötet und begraben.

Bartemius Crouch wird im vierten Film von Roger Lloyd-Pack gespielt.

Rufus Scrimgeour

In Band 6 eingeführt als Zaubereiminister und Nachfolger von Cornelius Fudge. Nachdem er ihn kennen gelernt und die Zusammenarbeit mit ihm verweigert hat, meint Harry, dass das Ministerium wohl nichts als Extreme kenne: Scrimgeours Vorgänger Fudge tat überhaupt nichts gegen Lord Voldemort, wohingegen bei Scrimgeour nach Auffassung von Harry und auch von Dumbledore ein blinder Aktionismus vorzuherrschen scheint, mit dem Resultat, dass Unschuldige in Askaban landen. Scrimgeour war früherer Leiter des Aurorenbüros, hinkt etwas und wirkt mit seinem grau-blonden Backenbart wie ein "Alter Löwe" der vom jahrelangen Kampf abgehärtet wurde.

Sonstige Charaktere

Die Gaunts

Die Gaunts sind die letzten direkten Nachfahren Salazar Slytherins. Sie leben allerdings verarmt und zurückgezogen in einer kleinen Hütte. Der Gesamteindruck der Gaunts ist der einer zurückgebliebenen Familie von Hinterwäldlern, dazu trägt auch Dumbledores Aussage bei, dass die Gaunts die Angewohnheit haben, ihre eigenen Cousins und Cousinen zu heiraten, um ihre Familie reinblütig zu halten. Gaunt bedeutet auf Englisch mager, eingefallen (Gesicht), aber auch düster, finster, schauerlich.

Vorlost / Marvolo Gaunt

Marvolo Gaunt heißt in der deutschen Übersetzung folgerichtig (siehe Anagramm unter Lord Voldemort) Vorlost, wodurch allerdings der Umstand verloren ging, dass die Namen aller Familienmitglieder mit M beginnen. Marvolo gehörte mit seinen Kindern Morfin und Merope zu den letzten Nachfahren einer alten Zaubererfamilie, die von Salazar Slytherin abstammte, inzwischen aber verarmt war und in einer abgelegenen Waldhütte bei Little Hangleton lebte. Bei den Dorfbewohnern galt er, soweit überhaupt bekannt, als grober und arroganter Landstreicher, der auch von sich aus aufgrund seiner Abneigung gegen Muggel jeden Kontakt mied. Sein größter Stolz waren seine Familienerbstücke, der Ring und das Medaillon Slytherins. Marvolo Gaunt wurde, nachdem er zuvor seinen Sohn blindlings gegen die Foltervorwürfe des Ministeriums verteidigt hatte, wegen Widerstands gegen Ministeriumsbeamte zu sechs Monaten Askaban verurteilt. Als er entlassen wurde, fand er nur noch Meropes Abschiedsbrief vor, was ihm zusätzlich einen Schock versetzte, so dass er kurze Zeit darauf starb.

Morfin Gaunt

Morfin Gaunt, der Sohn von Marvolo, war offenbar geistig etwas zurückgeblieben, sprach bevorzugt Parsel und übertraf seinen Vater noch an Brutalität, vor allem gegenüber Muggeln und insbesondere Tom Riddle, den er schon lange als heimlichen Geliebten von Merope im Auge hatte. Ministeriumsmitarbeiter Bob Ogden sollte ihn wegen der Misshandlung Riddles zu einer Anhörung vorladen, wurde aber von Morfin und Marvolo zunächst vertrieben. Morfin wurde anschließend aber wegen Angriffen auf Muggel zu drei Jahren Askaban verurteilt. Später, nach seiner Entlassung aus Askaban, wurde er vom etwa sechzehnjährigen Lord Voldemort besucht, der von ihm alles über seine Herkunft wissen wollte. Voldemort versetzte Morfin einen Schockzauber, nahm sich dessen Zauberstab und ermordete damit die Familie Riddle. Anschließend veränderte er Morfins Gedächtnis dahingehend, dass Morfin bereitwillig und sogar mit Stolz den Mord an den Riddles gestand. Der Fall galt somit in der magischen Welt als aufgeklärt, und Morfin kam nach Askaban, wo er schließlich starb.

Merope Gaunt

Merope Gaunt wurde von Marvolo am allerwenigsten geschätzt, führte eine Art Aschenputteldasein in der Küche und wurde bei jeder Gelegenheit niedergemacht. Sie war heimlich in Tom Riddle verliebt und schaffte es wohl mit Hilfe eines Liebestranks, ihn für sich zu gewinnen. Die beiden heirateten, als Marvolo und Morfin gerade beide in Askaban einsaßen. Als Merope bereits schwanger war, kam Tom hinter ihr Geheimnis und verließ sie. Sie schlug sich bis nach London durch, verkaufte dort für 10 Galleonen mit Slytherins Medaillon ihren letzten Besitz an den jungen Burke und brachte schließlich in einem Waisenhaus ihren Sohn zur Welt, dem sie noch die Namen Tom und Marvolo (Vorlost) geben konnte, bevor sie starb.

In der griech. Mythologie war Merope u.a. eine der Plejaden. Als einzige dieser heiratete sie einen Sterblichen (Sisyphos), worüber sie so verschämt war, dass sie ihr Antlitz verschleierte und daher nun als relativ schwacher Stern des Siebengestirns am Himmel steht. Mit Sisyphos zeugte sie einen einzigen Sohn, Glaukos, der sich in einen Dämon verwandelt (Voldemort?).

Madam Rosmerta

Madam Rosmerta ist die Wirtin des Gasthauses Zu den drei Besen (im Original: The Three Broomsticks) in Hogsmeade. Sie wird als gutaussehend beschrieben und an einigen Stellen in den Büchern wird klar, dass Ron Weasley sich ein wenig in sie verguckt hat. Im 6. Buch wird sie ungewollt zum Helfer der Todesser, nachdem sie mit dem Imperius-Fluch belegt wurde.

Madam Rosmerta wird im dritten Film von Julie Christie dargestellt.

Olympe Maxime

Olympe Maxime ist die Schulleiterin von Beauxbatons, einer französischen Zauberschule, die am Trimagischen Turnier in Hogwarts teilnimmt. Sie wird von allen stets respektvoll mit Madame Maxime angesprochen. Ihre Erscheinung wird als elegant beschrieben, in ihren Dimensionen ist sie jedoch dem Halbriesen Rubeus Hagrid ebenbürtig. Kein Wunder, dass dieser sich in sie verliebt, doch die Beziehung scheint unter keinem guten Stern zu stehen, da sich Olympe nicht als Halbriesin zu erkennen geben will, (sie sagt, sie hätte nur große Knochen) um den Vorurteilen in der magischen Welt aus dem Wege zu gehen. Nach dem Ende des Turniers übernehmen die beiden gemeinsam die Herausforderung, Kontakt zu den Riesen aufzunehmen, um zu verhindern, dass diese sich Lord Voldemort anschließen.

Olympe Maxime wird im vierten Film von Frances de la Tour dargestellt.

Igor Karkaroff

Igor Karkaroff ist der Schulleiter des Durmstrang-Instituts, einer Zauberschule in Osteuropa. Dieses soll seinen Schülern auch die „dunklen Künste“ beibringen. Früher war Karkaroff ein Todesser, flieht jedoch nach Voldemorts Rückkehr, da er nach dem Sturz Voldemorts viele Todesser verraten hatte, um nicht selbst nach Askaban zu müssen. Er wird nach ca. einem Jahr in einer Hütte im Norden gefunden und ermordet.

Igor Karkaroff wird im vierten Film von Predrag Bjelac dargestellt.

Rita Kimmkorn

Rita Kimmkorn (im Original: Rita Skeeter) ist eine Reporterin des Tagespropheten, die immer auf der Jagd nach neuen Sensationen ist. Hermine findet im 4. Band heraus, dass sie eine nicht registrierte Animaga ist (sie kann sich in einen Käfer verwandeln) und so unbemerkt an ihre Informationen kommt. Dies nutzt Hermine von nun an als Druckmittel, denn Rita hat einige sehr negative Artikel über Hermines Umgang mit Harry geschrieben. Im 5. Band führt Rita ein Interview mit Harry über die Rückkehr Lord Voldemorts, welches im Klitterer erscheint.

Ritas englischer Nachname ist ein Slangwort für Stechmücke, der deutsche Name kommt aus dem Bereich der Waffen, siehe Kimme und Korn.

Rita Kimmkorn wird im vierten Film Harry Potter und der Feuerkelch von Miranda Richardson dargestellt.

R.A.B.

R.A.B. ist ein mysteriöser Feind Lord Voldemorts, der am Ende des sechsten Bandes erwähnt wird. Seine Identität ist nicht geklärt. Er hat Slytherins Medaillon, einen von Voldemorts Horkruxen, in denen dieser einen Teil seiner Seele versteckt hatte, gefunden und angekündigt ihn zu zerstören. In einer Nachricht gibt er selbst an, tot zu sein, wenn Voldemort das Fehlen seines Seelenbruchstückes bemerkt. Neueren Informationen zufolge könnte es sich dabei um Sirius Blacks Bruder Regulus Black handeln, der vor 16 Jahren von den Todessern ermordet wurde. Da Dumbledore in Band 6 äußert, daß zwei Personen nötig seien, um das gesuchte Horkrux-Medaillon zu erlangen, wäre es auch möglich, dass zwei Mitglieder der Familie Black gemeinsam ihre Initalen zu R.A.B. kombiniert hinterlassen haben. In Frage kämen hier mehrere aus dem Stammbaum getilgte Mitglieder der Familie Black.

Muggel

Die Menschen ohne magische Abstammung und ohne magische Fähigkeiten werden von den Zauberern Muggel genannt (im Original Muggles).

Die Dursleys

Die Dursleys leben in Little Whinging, einer bürgerlichen Vorstadtsiedlung von London in der Grafschaft Surrey. Nachdem Harry Potters Eltern von Lord Voldemort ermordet wurden, als Harry 15 Monate alt war, wird er von Albus Dumbledore bei den Dursleys untergebracht. Sie ziehen Harry bis zu seinem Ruf nach Hogwarts zehn Jahre lang eher widerwillig auf. In dieser Zeit wurde er von ihnen nie gut behandelt, musste er doch bis zu seinem 11. Geburtstag in einem Wandschrank unter der Treppe schlafen. Erst nach den Briefen aus Hogwarts darf er in Dudleys zweites Zimmer einziehen. Damit Dumbledores Schutzzauber seine Wirkung nicht verliert, muss Harry bis zu seiner Volljährigkeit (17 Jahre) jährlich zu den Dursleys zurückkehren.

Die Dursleys haben Angst vor Harrys Zauberkräften, bis sie erfahren, dass es minderjährigen Zauberern verboten ist, außerhalb der Schule zu zaubern. Ab dem 4. Band behandeln sie ihn etwas besser, weil sie im Jahr zuvor die Suchmeldung von Sirius Black im Fernsehen gesehen haben, der als Mörder gesucht wird und Harry ihnen gesagt hat, dass Sirius sein Pate ist – ohne natürlich dabei zu erwähnen, dass er unschuldig ist.

Petunia Dursley

Petunia Dursley, geb. Evans, ist die Schwester von Harrys ermordeter Mutter Lily. Sie zeigt im Gegensatz zu ihrer Schwester keinerlei magische Fähigkeiten. Genau wie ihr Mann Vernon hält sie die Zauberei für eine geisteskranke Abnormität. Dies wohl auch, weil die Eltern die magisch begabte Lily ihr vorgezogen haben.

In Band 5 wird deutlich, dass sie erheblich mehr über die magische Welt weiß, als sie zugibt – so weiß sie beispielsweise, was Askaban und was ein Dementor ist.

Petunia Dursley wird im ersten bis dritten und im fünften Film von Fiona Shaw dargestellt.

Vernon Dursley

Vernon Dursley leitet die erfolgreiche Firma „Grunnings“, die Bohrmaschinen verkauft. Er liebt es, seine Mitarbeiter zu beschimpfen. Vernon ist wie seine Frau Petunia extrem gegen alles Magische eingestellt, vor allem, weil er Angst vor dem hat, was er nicht kennt. Wenn in seiner Gegenwart über Magie gesprochen wird, verliert er leicht die Beherrschung.

In Band 1 will er unbedingt verhindern, dass Harry nach Hogwarts kommt. Als er in Band 2 herausfindet, dass Harry nicht außerhalb der Schule zaubern darf, vergittert er sein Fenster und versucht, ihn im Ligusterweg festzuhalten.

Vernon Dursley wird im ersten bis dritten und im fünften Film von Richard Griffiths dargestellt.

Dudley Dursley

Dudley Dursley ist der einzige Sohn von Petunia und Vernon und einen Monat älter als sein Cousin Harry. Seine Eltern behandeln ihn wie einen kleinen Engel und verwöhnen und bevorzugen ihn gegenüber Harry in jeglicher Hinsicht.

Dudley hat vier etwas überzeichnete negative Grundmerkmale, die, oft in Kombination miteinander, zu besonders abstoßenden bis peinlich-komischen Situationen führen und eine Art negatives Gegenbild zum gleichaltrigen Harry bilden:

  1. Raffgier
    An seinem elften Geburtstag ärgert er sich darüber, „nur“ 36 Geschenke zu bekommen, da es im Jahr zuvor 37 waren. Auch beim Essen schlägt er immer extrem gierig zu (die Folge ist Merkmal 3). Er gönnt Harry nicht die geringste Annehmlichkeit und möchte alles für sich haben.
  2. Aggressivität
    Die meisten Geschenke hat er stets nach kurzer Zeit kaputt gemacht. Seit dem ersten Band prügelt er gern mit seinen Freunden, die später zu einer Art Jugendgang werden, auf Schwächere ein. Bevor Harry seine magischen Fähigkeiten entdeckt hat, wird er oft von Dudley und seinen Freunden gejagt. Im Alter von fünfzehn Jahren wird Dudley südwestenglischer Boxchampion im Juniorenschwergewicht.
  3. Verfettung
    Seine Gesäßbacken hängen beim Sitzen zu beiden Seiten des Stuhls herunter. Das ist die Folge extrem hohen Konsums an Süßigkeiten und Fast Food, aber auch von Überfütterung mit normalem Essen durch seine Mutter und von Merkmal 1. Diese Eigenschaft verliert sich im 4. und 5. Buch, als er eine strenge Diät hält, um wieder in die Schuluniformen zu passen und besser Boxen zu können.
  4. Dummheit
    Er begreift in fast allen Situationen einfache Zusammenhänge nicht, die Harry und Vernon sofort klar werden. Die einzigen Geschenke, die heil bleiben, sind seine Bücher – weil er sie nie anrührt. Trotzdem kommt er nach der Grundschule auf die elitäre Privatschule Smeltings, die auch sein Vater schon besucht hat.

Seine Mutter benennt ihn ständig mit kindischen Kosenamen, wie beispielsweise „Duddymatz“ oder einfach „Dud“, was soviel wie „Blindgänger“ bedeutet. Von seinen Gangmitgliedern wird er, nachdem er Juniorschwergewichtchampion wird, auch „Big-D“ genannt.

Dudley kommt im Verlauf der Bücher mehrmals mit Magie in Berührung. In Band 1 zaubert Harry – ohne von seinen magischen Kräften zu wissen – bei einem Zoobesuch unbeabsichtigt die Scheibe eines Schlangen-Terrariums weg, vor dem Dudley gerade steht (im Film fällt Dudley in das Terrarium). Im gleichen Buch bekommt er von Rubeus Hagrid ein Schweine-Ringelschwänzchen verpasst. In Band 4 isst er ein Würgzungen-Toffee (aus der Produktion von Fred und George Weasley), das seine Zunge riesenhaft anwachsen lässt. In Band 5 wird er schließlich beinahe von einem Dementor geküsst.

Dudley Dursley wird im ersten bis dritten und im fünften Film von Harry Melling dargestellt.

Magda Dursley

Magda Dursley (im Original: Marjorie oder kurz Marge) ist Vernons Schwester und züchtet englische Bulldoggen. Der Kontrast in Zuneigung zu ihrem „Neffilein Dudders“ und Abneigung gegen Harry ist bei ihr noch stärker ausgeprägt als bei Petunia und Vernon.

Als sie zu Beginn von Band 3 den Dursleys einen Besuch abstattet, kriegt sie jedoch ihr Fett weg: als sie seine toten Eltern beleidigt, bläst Harry sie mit einem Zauber auf, bis sie wie ein Ballon unter der Decke schwebt. Erst eine Spezialeinheit des Zauberministeriums kann sie dort wieder herunterholen (im Film schwebt sie aus dem Fenster).

Magda Dursley wird im dritten Film von Pam Ferris dargestellt.

Die Riddles

Die Familie Riddle (im Film zum Feuerkelch stehen sie als Mary und Thomas Riddle auf dem Grabstein) stellte die Gutsherren im Dorf Little Hangleton und bewohnte dort das größte und schönste Anwesen. Im Dorf waren sie allerdings eher unbeliebt und für ihre Grobheit und Hochnäsigkeit berüchtigt. Ihr Sohn Tom war mit Cecilia, einem Mädchen aus dem Dorf, liiert, verließ sie aber, als er von Merope Gaunt mit einem Liebestrank becirct wurde, damit er sich stattdessen in sie verliebte. Die beiden brannten miteinander durch, was im Dorf einiges Aufsehen erregte, und heirateten. Nach einiger Zeit wurde der Liebestrank allerdings abgesetzt oder verlor seine Wirkung, so dass Tom Meropes wahres Selbst als verarmte Hexe erkannte. Enttäuscht und mit dem Gefühl, hinters Licht geführt worden zu sein, ließ er von ihr ab und kehrte wieder in sein Elternhaus zurück, wissend, dass Merope bereits mit Tom Riddle jr. schwanger war. Schließlich wurde die gesamte Familie Riddle eines Abends vom etwa 16-jährigen Lord Voldemort mit dem Avada-Kedavra-Fluch ermordet, aus Verschleierungsgründen allerdings nicht mit seinem eigenen Zauberstab, wodurch ihm dieser Mord nie offiziell angelastet werden konnte.

Frank Bryce

Frank, ein Kriegsveteran, war der Gärtner auf dem Riddle-Anwesen und wurde zunächst des Mordes an der Familie Riddle beschuldigt, später allerdings wieder freigelassen, da nach Untersuchung der Leichen ein Mord aus „Muggelsicht“ nicht nachzuweisen war. Daraufhin kehrte Frank wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück und arbeitete dort auch für die nachfolgenden Besitzer des Gutshauses. Als das Haus schließlich viele Jahre später schon längere Zeit verlassen war, hörte Frank eines Abends merkwürdige Geräusche aus dem ehemaligen Herrenzimmer und wurde zufällig Ohrenzeuge der Unterredung zwischen dem geschwächten, noch körperlosen Lord Voldemort und seinem Pfleger und Diener Wurmschwanz, in dem es um den Mord an Bertha Jorkins und die Ergreifung Harry Potters ging. Jedoch wurde er von Voldemorts Schlange Nagini aufgespürt und daraufhin von Voldemort mit dem Avada Kedavra-Fluch ermordet.

Frank Bryce wird im vierten Film von Eric Sykes dargestellt.

Geister

Der Fast Kopflose Nick

Der Fast Kopflose Nick (Nearly Headless Nick) ist der Hausgeist von Gryffindor. Sein richtiger Name lautet Sir Nicholas de Mimsy-Porpington. Er wird „Fast Kopflos“ genannt, weil sein Kopf (auch nach mehreren Axthieben) bei seiner Enthauptung an Halloween am 31. Oktober 1492 nicht vollständig abgetrennt wurde (der Henker benutzte eine stumpfe Axt), sondern noch an zwei Zentimetern Hals hängt. Deswegen kann er auch nicht an der im Geisterreich anscheinend beliebten jährlichen Jagd der Kopflosen teilnehmen. Anhand seines Todesdatums kann auch die Zeitlinie der Harry-Potter-Welt festgestellt werden. Seinen 500. Todestag feiert er demgemäß am 31. Oktober 1992; Harry, Hermine und Ron sind demnach 1980 geboren. Er hilft Harry und seinen freunden sehr

Der Fast Kopflose Nick wird in den Filmen von John Cleese dargestellt.

Der Blutige Baron

Der Blutige Baron ist der einzige Geist von Hogwarts, der Peeves, den Poltergeist wirklich unter Kontrolle hat. Er ist der Hausgeist von Slytherin und starb offensichtlich eines grausamen Todes: Sein Umhang ist von silbernen Blutspritzern übersät, man weiß aber nicht, warum.

Peeves

Peeves (engl. to peeve, jemanden ärgern) ist der Poltergeist von Hogwarts. Er sieht seinen Daseinszweck darin, Ärger und Unruhe zu stiften, wo es nur geht. Das Herumwerfen und Fallenlassen zerbrechlicher Gegenstände ist eine seiner Lieblingsbeschäftigungen. Nur der Blutige Baron und Professor Dumbledore können seinem Treiben Grenzen setzen, da diese beiden die einzigen sind, bei denen er keine Mätzchen wagt.

Peeves leistet normalerweise niemandem Gehorsam, dennoch lüftet er seinen Hut, als im Band Harry Potter und der Orden des Phönix Fred und George Weasley ihm sagen, dass er Dolores Umbridge so viele Unannehmlichkeiten bereiten soll, wie er nur kann. Das tut er dann auch.

Argus Filch, der als Squib sehr unter Peeves zu leiden hat, droht diesem deshalb ständig an, bei Dumbledore dafür zu sorgen, dass Peeves rausfliegt.

In den Filmen taucht Peeves, ebenso wie Professor Binns, nicht auf.

Die Maulende Myrte

Die Maulende Myrte, der Geist einer Schülerin, spukt in einer Mädchentoilette, wo sie ständig jammert, dass sie tot ist und niemand um sie trauert. Sie wurde vor vielen Jahren, als sie selbst noch zur Schule ging, vom Basilisken aus der Kammer des Schreckens getötet. Das einzige, woran sie sich erinnert, sind die gelben Augen, deren Anblick tödlich ist. Sie ist ein wenig in Harry verschossen (im zweiten Band läuft sie silbern an, als sie ihm anbietet nach seinem Tod ihre Toilette mit ihm zu teilen; im vierten Band schaut sie ihm beim Baden zu) und beschwert sich bei ihm, wenn er sie sporadisch trifft (in jedem geradzahligen Band), dass er sie so selten besucht. Sie hilft Harry im 4. Jahr die Wassermenschen zu finden. Im 6. Jahr freundet sie sich mit Draco Malfoy an und ist nicht sehr erfreut, als dieser von Harry mit dem Sectumsempra-Fluch verletzt wird.

Die Maulende Myrte wird im zweiten und vierten Film von Shirley Henderson dargestellt.

Der Fette Mönch

Der Fette Mönch ist der Hausgeist des Schulhauses Hufflepuff. Er wird als gutmütig, nachgiebig und freundlich beschrieben. Im ersten Band nimmt er Peeves, den Poltergeist in Schutz und möchte ihm noch eine Chance geben. Sonst ist über ihn wenig bekannt.

Zauberwesen

Dementoren

Dementoren sind seelenlose und böse Kreaturen. Sie schweben über den Boden, und holen in tiefen und rasselnden Atemzügen Luft. Sie wecken die schlimmsten Erinnerungen in einem und saugen das Glück aus der Nähe wo immer sie sind. Ist man ihnen zu lange ausgesetzt, wird man seiner geistigen Kräfte beraubt und als Folge dessen wahnsinnig. Aufgrund dieser Eigenschaften entstammt der Name Dementor vermutlich dem lateinischen Wort „dementia“ (Wahnsinn, Verrücktheit; vgl. Demenz).

Dementoren tragen schwarze Umhänge mit einer schwarzen Kapuze bis über das Gesicht und haben schleimige Hände, die aussehen, als wären sie im Wasser verwest. Was sich unter der Kapuze der Dementoren verbirgt, weiss kaum jemand, denn sie nehmen sie nur ab, wenn sie jemanden vollkommen zerstören wollen. Diese Waffe nennt sich "der Kuss des Dementors" (eng. Dementor's kiss). Führt der Dementor ihn aus, so nimmt er seine Kapuze ab und saugt durch eine Art Schlund die Seele aus seinem Opfer. Da man ohne Seele leben kann, fristet man von da an sein Dasein als leere Hülle. Dementoren können nichts sehen, sondern sie erfühlen die Gefühle ihrer Opfer und spüren sie so auf.

Dementoren sind größer als normale Menschen und nur für Zauberer und Squibs sichtbar. Wenn sie Nachkommen ausbrüten, verbreitet sich Nebel über ganze Gegenden. Ihnen kann kein physischer Schaden zugefügt werden. Der einzige Zauber, der ihnen etwas entgegensetzt, ist der komplizierte Patronus-Zauber, der sie, richtig ausgeführt, vertreibt. Harry Potter kommt mehrfach mit Dementoren in Berührung. Nach dem ersten Zusammentreffen im Hogwarts-Express in Band 3 lehrt Remus Lupin ihn den Patronus-Zauber. Im weiteren Verlauf dieses Bandes wird Harry beinahe von einem Dementor geküsst. Zu Beginn von Band 5 werden er und Dudley von zwei Dementoren angegriffen, er kann sie jedoch erfolgreich vertreiben. Der Angriff ging auf Dolores Umbridge zurück, die Harry davon abhalten wollte, weiterhin die Wahrheit über Lord Voldemorts Rückkehr zu verbreiten.

Als Gefängniswachen von Askaban sind die Dementoren bis zum Ende des 5. Bandes dem Zaubereiministerium unterstellt. Als Lord Voldemort nach seiner Rückkehr offen in Erscheinung tritt, revoltieren sie jedoch und schließen sich ihm an, da er ihnen mehr Menschen zu bieten vermag, von denen sie sich ernähren können.

Kobolde

Kobolde sind menschenähnliche Wesen mit spitzen Ohren, schmalen Gesichtern und langen Fingern. Sie sind kleiner als Menschen, aber größer als Hauselfen. Kobolde verfügen offenbar über keinerlei magische Kräfte, besitzen jedoch eine hohe Intelligenz.

In der Zaubererwelt sind sie in verschiedenen Gewerben tätig, so arbeiten beispielsweise viele von ihnen in der Zaubererbank Gringotts. Allerdings hegen sie keine große Sympathie für Menschen, da sie – wie im fünften Band in einem Gespräch kurz angedeutet wird – in der magischen Gesellschaft den Zauberen gegenüber benachteiligt werden.

Diese Tatsache scheint in der Vergangenheit zu Konflikten zwischen Zauberern und Kobolden geführt zu haben, denn in verschiedenen Bänden werden immer wieder die sogenannten „Koboldaufstände“ erwähnt.

Hauselfen

Hauselfen sind kleine, h

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